Türchen 12 (von Brigitte)

Wenn ein Burnout ins Leben rutscht, damit es leichter werden kann!

Im Einklang meines Gezeiten-Lebens-Rhythmus kommt aus der Dunkelheit meines Inneren, die aus Prägung, Muster und Schatten überleben wollen, zugleich das vereinte Licht der Ewigkeit, der Diamant meines Wesens zum Vorschein, welches lebendig leben möchte.

Auf den hinterlassenen Spuren meiner Geschichte, jene die ich mitbekommen habe und jene die ich mir und anderen auch selbst immer wieder erzähle, entdeckte ich, dass meine hohen Anteile der Beschwichtigung, inneren Antreiber, Harmoniebedürfnis und bemühender Anpassung, immer und überall, mir zwar Frieden, Sicherheit und Bequemlichkeit gaben, die jedoch unbewusst, zugleich auch den eigenen Nährboden des gehassten Alltagstrotts, immer wieder selbst fütterten, vor dem ich eigentlich versuchte davon zu laufen bzw. durch Veränderungen im Außen neu zu gestalten.

Mit dieser Haltung und Annahme, wie das Leben gefälligst zu funktionieren haben soll, folgten unzählige Ausbruchsversuche in Form von Jobwechsel, Neubeginn von Beziehungen, was natürlich nur ein ständiges Gleiten vom Regen in die Traufe war. Ringend nach jedem Strohhalm der Liebe, Anerkennung und Wertschätzung, die ich in meinen Partnern und den Vorgesetzten stets unbewusst suchte, bin ich innerlich ausgebrannt und mein Körper fiel zu Boden – „es“ hat mich umgeworfen.

Mein System und meine Seele waren müde, traurig, verletzt, allein – permanent suchend, wollend, bemüht, tuend und doch aussichtslos überfordert. Dadurch war eine endlose Gedankenschleife hergestellt, welche meinen Organismus infizierte und meine biochemischen Prozesse schwächte. Bis zu dem Tag, wo mein geschwächter Körper sich endlich dessen Hingab und meine Seele im körperlichen Schmerz seine ganz eigene Sprache fand und einen eigenen Ausdruck durch Ohnmacht, Übelkeit, Herzrasen und Schwindel hinterließen. Weil mein Körper selbstverständlich nur noch funktionierte und mein Verstand effizient zu sein hatte. Hochleistungssport auf allen Ebenen und in allen Lebensrollen, die ich vermeintlich glaubte, erfüllen zu müssen. Doch für wen und wofür?

Erst seit dem Tag, wo ich mich bewusst dazu entschlossen habe, jeder Regung meiner Handlungen im Innen und Außen offen und ehrlich zu begegnen, lerne ich meine wahren Bedürfnisse kennen. Seitdem kann ich auch in jedem Menschen und jeder Situation, als ein wundervolles Geschenk an mein Leben betrachten. Ich habe erkannt, dass jede Klage, jede Beschwerde immer nur ein Wunsch meines eignen Unvermögens und Wollens ist (und zwar in erster Linie einmal an mich selbst!). Die Firma hat keine Menschlichkeit und Wertschätzung mehr! Sie sieht nicht mein Bemühen! Die haben mich alle im Stich gelassen! Ich war zwar fair, loyal und pflichtbewusst, doch ohne konkrete und liebevolle Verbindlichkeit oder Lob meiner eigenen Anerkennung für mich selbst! Es war ja immer alles selbstverständlich und nicht der Rede wert! Doch lebe und lege ich die entsprechende Menschlichkeit und Wertschätzung an den Tag, die ich mir von meiner Firma so sehr wünsche? Erst als ich begonnen habe, meinen eigenen Wert und Beitrag, den ich täglich leiste, wirklich zu empfinden und wahrzunehmen und nicht mehr für selbstverständlich zu halten, hat sich plötzlich im Außen alles zu verändern begonnen.

Weil ich mich in die Stille der Natur und Dunkelheit der Nacht begebe, kann ich sehen, erkennen, beobachten, fühlen, spüren und erleben, wie mein wacher Geist und mein Gedankengut mit meinem mutigen und liebenden Herzen, mein eigenes Drehbuch namens Leben grenzen- und bedingungslos wahrhaftig verändert.

Weil in meinem Herzen das Ur-Vertrauen an mich und die Menschheit existiert und die schöpferische Liebeskraft das Vermögen und Unvermögen hat, mich frei sein zu lassen oder zu fesseln.

Zur Weihnachtszeit in den Tagen der Besinnung, Ruhe und Langsamkeit hat mich die ungebändigte Freude und Lebendigkeit erreicht, allem und jedem die Zeit und einen Moment der Achtsamkeit zu schenken, woraus für mich die Kraft der Liebe entsteht, die Macht zur Selbstwirksamkeit aus deinem schöpferischen Geiste, dem bewegten Gedankengut und der Fähigkeit zur Erinnerung, Vergebung und Erneuerung, welche sich im Einklang mit deinen eigenen Gezeiten, die in Form von Flut und Ebbe sich und dich spiegeln und durch dein Leben offenbaren, rhythmisch zu entfalten.

Ich bedanke mich jeden Tag für alle meine Höhen und Tiefen, Verluste und Geschenke, die ich erleben kann, mag, darf, soll und will. Für jede Krankheit, die zu mir kam oder ich unwissend oder ungeahnt herbei rief. Für die Familie, alle Freunde, Bekannte, Verwandte, Gesprächspartner, Nachbarn, Kollegen und Gleichgesinnte, die mir zur Seite standen und stehen oder von denen ich mich auch abgewandt habe. Ich war und bin bereit in jeden Lebensbereich einzutauchen und dabei die Prüfungen, Lehrmeister, Dämonen und Engeln in all ihren Facetten zu begegnen die das Leben mir schickt. Dadurch konnte ich dich spüren, mich sehen und zu mir finden – Danke. Brigitte

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