Türchen 22 (von Teresa)

Beinahe hätte ich gedacht, ich schaffe es heuer doch nicht einen Blogeintrag zu schreiben. Mich hat der Weihnachtsstress eingeholt. Und das obwohl ich mir in diesem Jahr geschworen habe, das lasse ich nicht zu. Ich wollte keine Geschenke und auch keine verschenken, ich wollte mir ausreichend Zeit auch für mich selbst abseits des Feiertrubels gönnen. Es war ein guter Plan doch er ging, wie jedes Jahr, nicht auf.

Dann werde ich manchmal grantig auf dieses Weihnachten und wünsche mir, dass dieses verdammte Jahr einfach nur vorbei gehen soll, damit dann wieder der Alltag und somit weniger Trubel einkehrt.

Dann aber finde ich doch eine ruhige Minute so wie jetzt, und stelle für mich fest: Dieses Jahr war ja eigentlich doch ganz schön. Sehr schön sogar. Es hat mich in vielerlei Hinsicht gestärkt mich bereichert und weitergebracht:

Ich habe eine gute Zeit gehabt. Ich habe viel gelacht. Auch mal geweint. Ich habe neue Menschen kennen lernen dürfen. Bin umgezogen. Habe Altes hinter mir gelassen, Neues begonnen. Bin verreist. Habe schöne Teile der Erde gesehen. Habe viel Zeit mit meinen liebsten Freunden verbracht. Habe gut Party gemacht. Ab und an richtig gut gefeiert. Habe meine Liebe genossen. Gestritten und wieder versöhnt. Hatte schöne Momente im Kreise der Familie. Habe im Beruf Erfolge erlebt. Misserfolge durchtaucht. Habe neue persönliche Grenzen erweitert. Neue Herausforderungen gemeistert. Es gab traurige Momente. Aber eben auch viele schöne.

Deshalb kann ich dankbar sein für ein schönes vergangenes Jahr und freue mich auf die letzten kommenden Tage davon. Und auf ein kommendes neues Jahr, wo alles von Neuem losgeht und nachdem ich hoffentlich auch wieder ein zufriedenes Fazit in einer ruhigen Minute fassen kann.

Das wünsche ich euch auch. Gönnt euch ein paar Minuten für euch und erfreut euch über die vielen vergangenen schönen Momente und die zukünftigen. Dann ist der Weihnachtstrubel gar nicht so wild.

Frohe Weihnachten und ein wunderbares neues Jahr!!

Türchen 19 (von #mrghostwriter)

Auch wenn die Zeit für alles, was noch zu tun ist, viel zu knapp ist, als dass es den Rest der Aufgaben noch schaffen könnte, summe ich immer noch die Melodien, die dich im Schlaf begleiten und beschützen, denn wir ruhen uns trotzdem erstmal aus für heute.

Ach, diese Lügen, diese Fremden, waren meistens bloß Anhängsel, ab und zu paar wenige Hoffnungsschimmer am belebten und bunten Himmel, der schnell wieder dunkel wurde, & still, & eine zu lange Zeit dunkel & still blieb, als dass ich noch weiterhin geduldig hätte warten können, waren dabei, ok. Aber sie waren meinen Eskapaden und Wutreden selten bis gar nicht gewachsen & wenn ich beleidigend wurde, meistens mir selbst gegenüber, erst recht nicht.

& das ganze erfundene Theater spielte ja nur hier bei mir und was einst mal ganz automatisch voranging, ist jetzt plötzlich viel schwieriger, aussichtsloser & in’s Stocken geraten und das eine oder andere Blatt fliegt heute noch zerknüllt durch die Gegend und man ist trotz Wunderlampe und Treibstoff blind für allerlei vorhandene Inspiration, gefangen im Nichts, wie an einem stillgelegten Bahnhof auf einen Zug wartend.

Wieso ich nachts auf Spielplätzen zu finden bin, berauscht von allerlei Dingen, aber nicht von den Dingen, von denen ich gerne berauscht wär’, von dir? Wahrscheinlich um diese eine verdreckte Puppe dort im Müll zu entsorgen, eine zu rauchen und schnell wieder zu verschwinden. Vielleicht ist das Graffitti dort wegen mir oder von mir an dich wegen dir, oder das Tattoo oder im insgeheimen ein ganzer Roman, mal im Ernst, wer weiß denn schon wirklich sein Wirkungsfeld und seine Strahlkraft & was einen erwartet? & was es alles miteinspannt bzw. überspannt? Vielleicht nämlich außer Mensch und Tier, noch mehr.

Das Leben ist voller Rätsel. Nachdem wir schon dachten, wir wissen alles. Das gibt ja das Leben schon immer her, dass man Neues lernt. Nach Durststrecken, nach Lebensabschnitten. Nix Neues? Passt, bis dann, wieder was gelernt, ok, wir seh’n uns.

Außer das man es immer wieder bemerkbar machen sollte, wenn man erkennt, woran man einen erkennt oder was einen auszeichnet und es auch ausdrückt, wenn man die Sensibilität für’s Bemerken und die richtigen Worte dafür besitzt und die Kunstfertigkeit einer sanften Informationsüber- & Weitergabe, leicht und angenehm verpackt, jedoch mit selten schwerer Bedeutung wie noch nie zuvor. & man unermüdlich immer wieder Jemandem sagen und zeigen sollte, was ihn besonders macht.

Manchmal kommen die größten Worte und besten Taten von den unscheinbarsten Menschen, die man längst vergaß, denen man es nie zugetraut hätte, so dass es einem eine Runde erträglicher vorkommt, wenn die eigenen vertrockneten Lippen immer noch nicht ihren Durst gestillt bekommen haben.

& dass die Geduld keine ungebetenen Gäste mehr in der Lage ist, zu dulden, sollte als positiver Nebeneffekt noch zur Kenntnis genommen werden, falls man das Wesentliche verstanden hat und wieso es unumgänglich war, auch noch die letzten Hindernisse für eine freie Bahn in Richtung Ziel aus dem Weg zu räumen.

Und auch wenn du mir beide Arme und beide Beine gebrochen hast und gegangen bist, bin ich es, der dir zuruft, du sollst keine Panik haben. Denn als Kapitän des Schiffes bin ich es, der zuletzt von Bord gehen wird, das ist sicher, sicherer wie das “Amen” in der Kirche.

An einem perfekten Ort für Fantastereien ist wieder mal eine kleine Prinzessin weggeschlafen & in der Luft steht der Rauch…

Mein letztes Hinterbleibsel müsste doch als Riese, umgeben von bezaubernden Feen und Märchenzwergen, zumindest noch das passende Wiegenlied sein, aber der Ton macht schon lange nicht mehr die Musik & vor lauter Stress stellen wir uns nur noch taub.

Dabei klang doch einst alles so harmonisch & wir alle wussten immer, was zu tun ist & ironischerweise fühlte sich auch alles, was wir bisher taten, irgendwie immer richtig an, doch nun stehen desorientierte Zeiten an, vor denen wir uns fürchten, wir verstehen nämlich nicht, wie es so werden konnte wie jetzt, denn wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen oder zu tun haben.

Es liegt nur daran, dass man uns vergiftet und verwirrt hat, also müssen wir gemeinsam einfachste, grundsätzliche Dinge wieder erlernen, wie sich zu besinnen, um die Kehrtwende gemeinsam zu schaffen.

Denn im Endeffekt sehnt sich doch jeder nach Familienidylle und Harmonie und genau deswegen verstehe ich nicht, dass ihr alle nicht versteht, dass das nicht nur der Weg eines Einzelnen sein kann, auch wenn wir uns noch so sehr wünschen, dass Jemand erscheint, uns den Sieg sichert & sicher wieder zu uns nach Hause kehrt und uns bis in die Unendlichkeit beschützt.
Wenn wir lernen,
dass man manche Fragen nicht stellt,
dass uns Manches aus der Vergangenheit und Verbündete im Hintergrund nichts angehen, dass gewisse Dinge Zeit brauchen und man sich auch diese Zeit gegenseitig ausgiebig gewähren muss,
dass es in ausführlich aufgeklärten Zeiten wie diesen nicht mehr um Rasse, Hautfarbe, Herkunft und Religion geht und
dass MultiKulti ein friedensnotwendiger, großer und sehr wertvoller Begriff ist und
dass es einfach nur darum geht, wem man seine Zeit schenkt und wer das wert ist,
dann finden auch die Herzen wieder dort Platz wo sie hingehören und sich wohlfühlen.

Da kann sich jeder sicher sein.

Meine Gedanken sind wie ein Ozean & möglicherweise versinke ich gerade da drin, doch auch wenn ich Dir die Hälfte meines Herzens schenke, brauche ich selbst die andere Hälfte nicht & zerschlage sie auf den Straßen und wenn auch alles was ich bin, zu Staub zerfällt, hast Du das Recht, meine Reste am Ufer zu verstreuen und wir beide wissen, dann wird es dort windig und alles wird weggeweht, möglicherweise erzeugt es auch eine Träne, aber ich verspreche Dir, hier und da ein Zeichen zu hinterlassen, sei es in Flüssen, Bäumen oder in den Wolken, so dass Du weiterhin Leitung hast und aufmerksam bleibst.

Türchen 18 (von Somi)

Lichtblicke

Mir ist aufgefallen, dass ich dieses Jahr immer wieder den Himmel fotografiert habe. Keine Ahnung warum… Es war immer wieder der Impuls da, diese Farben und Formen, die ich in diesem Augenblick gesehen habe, festzuhalten.
Es gibt sicher eine Reihe von wissenschaftlichen Abhandlungen, die diese Naturschauspiele erklären, aber im Moment interessieren mich die gar nicht.
Es ist immer derselbe „Himmel“, die gleiche Sonne, etwas andere Wind- und Feuchtigkeitsverhältnisse und doch sieht es immer anders aus…
Und auch bemerkenswert: innerhalb von wenigen Minuten ist das ganze Schauspiel schon wieder verändert oder ganz vorbei.
Angeblich soll einem die Weite des Himmels an die Unendlichkeit oder die eigene innere Weite erinnern.
Mich faszinieren vor allem die verschiedenen Schattierungen und Nuancen der Farben, die unterschiedlichen Formen und Texturen, die Stimmung in dem Moment.
Wenn ich das auf einem Bild sehen würde, würde ich mir denken: „Wie kitschig! oder „Wie unrealistisch…“ aber es ist echt und ganz natürlich.
Die Fotos geben gar nicht die Realität wieder, denn in Wirklichkeit war alles noch viel schöner und beeindruckender!

Hier eine kleine Auswahl der Lichtblicke. Alle Fotos sind von mir – mit meiner Handykamera geschossen und natürlich ohne irgendwelche Filter.Read More »

Türchen 17 (von Alba)

Definition of Love

What is love?
Love is a very special and meaningful feeling for each of us . Without this proper idea of love, people would be acting like blind persons searching for the light with thousand of obstacles in front of them.

Love can hurt in the long run, and people can also be blinded by it. Many people put up walls to guard their “heart” from being hurt again. Love teaches us many lessons. We use those lessons in our future relationships. We don’t want to make the same mistakes.
This kind of love I’m describing is the one that makes you feel the butterflies in the stomach . Just seeing that particular person can be enough to make one smile and make your day and all the worries go away. It’s neither a crush nor infatuation and many are willing to do anything for this thing that is called love.
It’s a wonderful feeling when you know that you are loved and even a more wonderful feeling when you are in love.

Love and passion is the burning sensation that drives us to lead our lives into new horizons: following the heart , hoping it will guide the way.

I hope and wish this new year will bring true love in everyone’s life !

P.S. dedicated to my Love D ❤️

Türchen 16 (von Thomas)

Freut euch!

Meine Reaktion auf das triste, nasse, Nebelwetter Anfang Dezember war es, dieses buchstäblich als Projektionsfläche für einen simplen, allgemein verständlichen Ausdruck der Freude zu verwenden.

Türchen 16_Thomas

Mein alter Beamer hat zwar nicht so viel hergegeben wie ein Flutlichtscheinwerfer (wie er z.B. zum Herbeirufen von Batman verwendet werden würde), aber immerhin war mein Zeichen in einem kleinen, dunklen, nebligen Eck von Simmering zu sehen.
Gerne hänge ich dem Gedanken nach, dass es außer mir noch jemand gesehen hat und so vielleicht sogar ein Stück, durch die dunkle Jahreszeit verstärkte, Traurigkeit ablegen konnte.

Da der 3. Adventsonntag ja auch als der “freudenreiche” gilt (ausgedrückt durch das Entzünden der rosa Kerze am Adventkranz) wünsche ich euch allen, dass ihr euch in vielfältiger Weise über all die guten Dinge, die euch das Leben geschenkt hat, freuen könnt!

In diesem Sinne: Gaudete!

Türchen 15 (von Iris)

Christmas trees in forest

Christmas is arriving soon, with the advent period about half way over. My father always called these times the darkest times of the year. And the days are dark, it’s dark when I go to work, and again when I come home. There are times that I feel I am living in a cave.

End of the year is for me personally a time for reflection. In the cold weather I prefer to sit at home with a hot cup of tea, a blanket and of course our cat on the lap. And that leads to reflection of what I have been doing in the past year and what I like to do next year.

As every year this year also had it’s ups and downs, including a lot of plans to visit family members that were not realized. So hopefully that can be done next year. Seeing all the terrible news on the television just makes me feel grateful, of my home, my work and my family. It’s impossible to ignore all terrible things, instead I focus on trying to stay positive. And look for inspiration in poetry, like the one under from Rumi about life & death. So I hope every one who reads this is also inspired.

Merry Christmas and a Happy New Year to All!

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look at love
how it tangles
with the one fallen in love

look at spirit
how it fuses with earth
giving it new life

why are you so busy
with this or that or good or bad
pay attention to how things blend

why talk about all
the known and the unknown
see how the unknown merges into the known

why think separately
of this life and the next
when one is born from the last

look at your heart and tongue
one feels but deaf and dumb
the other speaks in words and signs

look at water and fire
earth and wind
enemies and friends all at once

the wolf and the lamb
the lion and the deer
far away yet together

look at the unity of this
spring and winter
manifested in the equinox

you too must mingle my friends
since the earth and the sky
are mingled just for you and me

be like sugarcane
sweet yet silent
don’t get mixed up with bitter words

my beloved grows
right out of my own heart
how much more union can there be

Türchen 14 (von Olga)

Als Marcel mich fragte, ob ich etwas im Blogsinn Adventskalender schreiben möchte, habe ich spontan zugesagt. Ich überlegte, ob ich über etwas Gehörtes oder Gelesenes schreiben sollte oder über etwas, dass mich persönlich betraf und bewegt hatte. Ich habe mich für Letzteres entschieden.

Wir wollten in diesem Jahr mit den Kindern, Enkelkindern, Oma und Tante eine tolle Kreuzfahrt machen und freuten uns schon riesig darauf. Wir wollten alle miteinander eine unvergessliche Zeit verbringen, doch wie es das Schicksal so wollte, sollte es nicht dazu kommen. Mein Mann wurde sehr krank und musste ins Krankenhaus. Ich bangte tagelang um sein Leben. Diese Gefühle, die ich damals hatte, kann man nicht in Worte fassen. Man steht ohnmächtig da, ohne den Ausgang zu kennen. In diesen Tagen wurde mir bewusst, wie kurz die gemeinsame Zeit sein kann, wir sollten sie nutzen, sie so oft als möglich mit unseren Lieben zu verbringen.

Ja die Zeit….. wir messen ihr viel zu wenig Bedeutung bei und doch ist sie so wertvoll und wichtig. Sie ist ein Geben und Nehmen, man kann sie im Gespräch oder in aller Stille verbringen. Das wir oft viel zu wenig davon haben und sie auch nicht genug wertschätzen, wird uns erst bewusst, wenn wir merken, dass sie uns davonläuft.

Deshalb wünsche ich euch allen einen schönen Advent, ganz viel Spaß und vor allem sehr viel Zeit mit euren Lieben.

Türchen 13 (von Richard)

Ein alter Mann, mutmaßlich übergewichtig, auf einem Schlitten, der von Rentieren gezogen wird, verteilt zeitgleich tausende Präsente vor allem an Kinder, vorzüglich in bereit gelegte Socken. Nun ja. Das, oder ein gülden gelocktes Kind, das nicht einmal Unterstützung durch einen Schlitten oder tierische Hilfsarbeiter hat.

Oder die Geschichte einer Geburt, einer Wegweisung, einer Erleuchtung, eines zu sich Kommens, einer Erlösung, einer Verheißung.

Seltsame Geschichten, die man sich so erzählt. Aber es braucht Geschichten, um sich selbst zu verstehen und Inhalte zu vermitteln. Geschichten zur Begründung.

Leider bin ich ein mäßig begabter Geschichtenerzähler. Keine Fantasie oder ein sonstiger Ressourcenmangel. Das können Andere besser. Deshalb einfach so: Schöne Weihnachtszeit, lasst es Euch gut gehen, lasst es anderen gut gehen. Und wenn es der einzige Sinn sein sollte einmal innezuhalten und mit einander zu sein, dann ist das die Sache schon wert.