Türchen 5 (von Cimo)

Bewusstsein schaffen – Mut schöpfen (aka TheDream)

Das Jahr 2020 wird kaum jemand vergessen, doch stellt sich die Frage wie geht man mit dem Erlebten um? Sieht man es als “Hallo Weckruf” um eine Veränderung an zu stoßen oder betrachtet man es nur als ein kurzes Beben und setzt danach sein Leben so fort wie bisher.

Mir hat dieses Jahr im wahrsten Sinne die Augen geöffnet, da ich durch die Dauerbeschallung von Medien oder der allgemeinen Reizüberflutung mir kaum Zeit genommen hatte um Inne zu halten und Gedanken zu machen über meine tatsächlichen Träume oder Herzenswünsche bzw. auch Ängste.

Verdeutlicht hat sich das Ganze im ersten Lockdown, es war eine Zeit wo sozusagen der Stecker gezogen wurde und man auf plötzlich seine sozialen Kontakte kappen musste und viele als vorher alltäglich relevanten Tätigkeiten wahrgenommene Dinge, wie ein Gastro Besuch oder Treffen mit Freunden auf ein Bier oder der Einkauf in der nächsten Shopping Mall nicht mehr machen konnte. Also so war man nun so gut wie immer zuhause und ich konnte mich entweder dafür entscheiden in eine digitale Welt abzutauchen und aus der Realität flüchten oder es doch als eine Chance zu sehen, sich fernab der sonstigen Ablenkungen sich mit sich selbst zu beschäftigen und die Umgebung bewusst wahrzunehmen.

Infolge des erwachten Bewusstseins habe ich den Mut gefasst einen neuen Weg einzuschlagen. Zunächst kündigte ich meinen damaligen Job, um mir noch mehr Zeit und Raum zu geben, da ich den Job nicht aus Überzeugung gemacht habe, sondern aus reinen Opportunismus bzw. auch der Angst keine bessere Chance zu erhalten. Ich setzte mich auch erstmal bewusst mit meinen Ängsten auseinander und hatte erkannt, dass man die Angst zu Versagen nur bekämpfen kann indem man sich der Angst stellt und nicht den Weg des geringsten Widerstands sucht.

Danach hat es etwas Zeit benötigt, mir klar zu werden, was ich genau tun möchte. Auf jeden Fall sollte es etwas sein, wo ich mich sozial engagieren kann, da ich immer schon gerne mit Schulkollegen/Arbeitskollegen oder Freunden mein Wissen geteilt habe. So bin ich auf die Idee gekommen, in die Lehre zu gehen! Hier habe ich die Chance jungen Menschen wichtige Dinge mitzugeben, wie das kritische Hinterfragen und Denken was in diesen Tagen immer wichtiger wird. Besonders liegen mir die sozial benachteiligten Kinder am Herzen, die sicherlich durch die Krise noch stärker benachteiligt wurden.

Schlussendlich liegt die Möglichkeit unser Leben zu ändern in unseren Händen, dazu muss die Verantwortung für unser Handeln übernommen werden, ein Verleugnen oder Wegschauen wird uns zwangsläufig nicht weiter bringen. Wir müssen uns bewusst Sein, dass es Zeit zu handeln ist. Die Krise hat offenbart, wie fragil alles ist und Wirtschaftsinteressen oftmals über den Wohlbefinden von Menschen liegen.

Wir brauchen MUT zur Veränderung & Integrität um langfristig eine bessere Welt zu schaffen, doch hierzu ist eine bewusste Wahrnehmung notwendig und kein Versinken in unsere Blasen. Verschließen wir nicht länger die Augen und fordern MENSCHLICHKEIT ein gegenüber der Akkumulation von FINANZMITTELN.

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