Türchen 19 (von Bora)

Wie schön wäre es? Glücklich, sorgenfrei. Und schon kommt in dieser Welt Geld in’s Spiel. Und gleichzeitig ist es paradox. (Türk.: para=Geld). Damit einher gehen: Jobs, Hierarchien & Macht. z.B. entsteht zwangsläufig Neid, weil man in Zahlen und Währungen denkt, denn dafür arbeitet man ja. Ziemlich weit weg von glücklich sein alles, oder? Sorgenfrei? Hat man viel, hat man auch mehr Verlustängste. Glücklich sein ist ein Gefühl von sich ganz oben fühlen, über allen zu schweben. Aber nicht arrogant runterblickend, denn man ist ja nicht glücklicher, wenn andere unglücklicher sind. Aber auch das gibt es, wenn man niederste Charaktereigenschaften besitzt. Also sollte sich glücklich sein eigentlich unabhängig zu anderen Personen rechnen. Der Kontostand sollte egal sein, oder wie schwer heute mein Geldbeutel ist. Es ist eine Vielfalt dieser Zivilisation, die uns überflutet. So viele können dadurch so viele verschiedene Sachen tun. Ein geringer Teil kann sein Leben so gestalten, die Seele mit Dingen zu nähren, die ihn zufrieden machen und die ihn so befriedigen, genau so wie er es will. Tagtäglich. Denn uns ist allen bewusst, was möglich ist, was Leute sich leisten können. Dank Informationen und Medien, denen wir uns kaum entziehen können. Hier sollte man versuchen, sich diesen Einflüssen nicht hinzugeben. Nicht Dinge, die eigentlich keinen Wert haben, bloß deshalb begehren, weil es ein allgemeiner Trend ist, sondern bewusst das System austricksen. Natürlich kann man glücklich sein durch Dinge, die man besitzt, kurzzeitig, bis das Interesse irgendwann weniger wird. Ich denke hier, andere Menschen können einen glücklich machen und dadurch eine mit einhergehende Selbstfindung. Wenn es einem gefällt, einen Menschen zu kennen, den man mag, mit dem Menschen Zeit zu verbringen und sprachlich, geistig und körperlich ein Team zu sein. Jeden Tag ´ne neue Fassade kennenlernen, überrascht sein, staunen, lachen, denselben Humor teilen, auf einer Wellenlänge sein, Emotionen erleben, fühlen und leben mit kindlicher Freude, es zulassen und ausleben. Es hat mit Seelenverwandtschaft nicht viel zu tun bzw. halte ich es für überbewertet, denn in erster Linie, denke ich, Genetik ist sehr individuell trotz Ähnlichkeiten, aber eher verbindet die meisten das gleiche kostbare Gut in jedem. Die Sehnsucht nach Liebe, nach Schönheit, nach Selbstzufriedenheit und nach Glücksgefühlen. Auch hier im Text merke ich selber, ich bin zu verwirrt, suche nach irgendwelchen Worten, wir sind zu überbeeinflusst, Vorgaben seit der Wiege, aber sind das unsere? Wer hat die denn für uns bestimmt? Klar, sehen wir es mal positiv. Unterschiedliche Sprache, Nationalität und Konfession, aber alles konfliktfrei bitte. Los, wir fangen an, aber elitäre, klare, aufgeklärte, weltoffene Gedanken, sind die denn jedem beizubringen? Wohl kaum. Wieso? Unterschiedliche Intelligenzen. Ziehen wir mal jeden hoch, betrachten jeden gleich, sind zu jedem gleich. Wären uns unsere Näherstehenden nicht böse? Glücklich sein ist: ein Gefühl. Sich in seiner Haut mit seinem eigenen Wesen wohl zu fühlen. Eine tagtägliche Herausforderung, virtuos durch den Tag zu gehen, lustig sein, witzig sein, Mitmenschen oder Tieren, ein gutes Wort oder eine gute Berührung mitzugeben, nicht als negativer Mensch da zu stehen. Die Leute sollen gern an einen denken oder am Besten gar nicht (denn hier ist dann schon wieder eine gewisse Art von Macht im Spiel), laut sein, aber nichts übertonen, stark sein, aber nichts kaputt machen. Das Wichtigste ist gemocht zu werden durch die eigene Art und nachts grinsend im Bett einzuschlafen, ohne dass man an irgendwelchen Sachen nagt. Glück und Zufriedenheit auszustrahlen, hilfsbereit zu sein, sollte inspirieren und ansteckend sein. Ein anderer Mensch kann sehr helfen dadurch, dass man zu diesem Menschen gut ist bzw. so ist, wie man auch sein will und jeden Tag die Chance bekommt, sich zu zeigen und zu sein. Zusammen. Es ist im Prinzip so viel miteinander verbunden, aber sei du es, der den Unterschied macht, der noch was dazulegt, in dieser Hinsicht nie aufhört weiter zu machen, mehr zu machen. Alles wird gut. Glaub daran. Genieß das Leben einfach und mach dich wegen nichts verrückt, achte auf dich und auf deine Liebsten. Halte dein Glück selber zusammen, wachse an dieser Aufgabe, alles zu sein für andere, was Schwächere sich wünschen und brauchen, nämlich eine Kraft, ein Ratgeber, ein Schutz, eine Zuflucht, eine Perspektive, eine Rettung. Befreie deinen Geist und tue so viel Gutes, wie du die Möglichkeit hast, für dich und für deine Umgebung, ohne dass du dich darauf ausruhen möchtest irgendwann, sondern lass es stets darauf beruhen.

Ich wünsche jedem besinnliche Feiertage und einen angenehmen Jahreswechsel.

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