Türchen 2 (von Daniel)

Glücksmomente im Einzelhandel

Die „2“ steht symbolisch für zwei Einkaufsformen von Konsumenten, die seit Jahren diskutiert werden. Unstrittig ist, dass Einzelhandel und E-Commerce sowohl positive als auch negative Aspekte aufweisen. Der Artikel legt den Fokus auf Gefühle anderer und mit Einkäufen verbundene (mögliche) Glücksmomente.

Fragst Du dich auch, wie sich Verkäufer(innen) im Einzelhandel fühlen? Insbesondere in Situationen, wo Geschäfte alleine betreut werden und/oder wenig Kundschaft vor Ort ist, drängt sich diese Frage doch geradezu auf. Wie würde es Dir in einer solchen Situation gehen? Was würdest Du empfinden?

Teilweise beschäftigen sich Verkäufer(innen) in solchen Situationen mit elektronischen Geräten, um die Zeit zu überbrücken. Spricht das Konsumenten an? Nein. Ist es verwerflich bzw. würde man selbst anders handeln? Vermutlich nicht, da niemand dauerhafter Langeweile ausgesetzt sein möchte.

Als „bewusster“ Konsument bietet sich hier eine wunderbare Gelegenheit. Es besteht die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zukommen, sofern Frau/Mann ein Produkt oder Beratung sucht. Dies kann zu einer gemeinsamen, positiven und persönlichen Erfahrung werden. An deren Ende können der Erwerb von Produkten oder Wissen stehen. Zuletzt hat mir z. B. der Einpackservice eines Geschäftes große Freude bereitet.

Natürlich können Verkäufer(innen) in Geschäften manchmal ablehnend oder uninteressiert wirken. Wenn man ihnen respektvoll und mit einer positiven Einstellung begegnet, verhalten sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenso. Warum nicht eine stundenlange Internet-Recherche gegen Beratung/Erfahrung eines Mitmenschen in Verbindung mit Glücksmomenten „eintauschen“?

Besonders in Verbindung mit bewusstem Konsum – nachhaltiges Handeln, Vorhandensein begrenzter Ressourcen und abseits reiner Preisdenke – lassen sich Glücksmomente herbeiführen. Positive Interaktionen unter Menschen sind Grundelemente des Miteinanders. Jeder einzelne von uns hat es in der eigenen Hand!

Was ist Deine Meinung? Worauf achtest Du beim Kauf?

3 thoughts on “Türchen 2 (von Daniel)

  1. Ich finde, es ist ein schöner aber gleichzeitig auch naiver Gedanke, der Offline-Handel könnte weiterhin gegen den Online-Handel bestehen, da es einige schlagende Gründe für das Ändern des Einkaufsverhaltens Richtung online gibt.

    Als Familie mit zwei Kindern sind wir da erst mal beim Pragmatismus. Es vereinfacht unseren Alltag erheblich und ist meistens noch billiger. Das sind schon mal zwei starke Argumente. Es müsste also andere echte Vorteile geben und diese sind oft leider nicht gegeben. Zumal ich zwei Dinge äußerst bemerkenswert finde: Erstens: Viele GeschäftsinhaberInnen haben trotzdem nicht an einer Serviceverbesserung gearbeitet, obwohl doch gerade hier der entscheidende Vorteil liegen könnte. Immer noch habe ich oft das Gefühl, die Leute zu stören, wenn man bei ihnen einkauft. Amazon dagegen ist z.B. ein Servicemonster, ein Monat Rückgaberecht, du wirst von ihnen angerufen, selbst zu später Stunde, sehr hohe Kulanz inklusive teilweise geschenkter Artikel. Zweitens: Viele Geschäfte halten einfach ohne jegliche Veränderung an ihrem Geschäftskonzept fest oder passen sich erst viel zu spät an, so als würde sie das alles gar nicht betreffen. 

    Des Weiteren müsste nochmal zwischen Großkonzernen und KMUs unterschieden werden, denn warum die Metro AG jetzt besser als Amazon oder H&M besser als Zalando sein sollte, sehe ich nur bedingt.
    Am Ende sind auch nicht alle Geschäfte schützenswert, die Welt dreht sich immer weiter, es werden Sparten verschwinden, dafür andere entstehen. Am Ende bleiben wohl nur Weltkonzerne und echte Nischen- und Fachgeschäfte übrig, da sehe ich aber weiterhin diese Bindung, die man früher wahrscheinlich zu sehr vielen Geschäften hatte.

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    • Beide Vertriebswege haben ihre Berechtigung. Aus Sicht des Konsumenten hängt die Wahl wesentlich vom Produkttyp ab. Weiß ich genau was es sein soll oder möchte ich mich vielleicht beraten lassen, ein gemeinsames Erlebnis schaffen und das Produkt angreifen.

      Zu welchem “Preis” bieten große Online Händler an? Stichworte: Arbeitsbedingungen, Steuergerechtigkeit, Nachhaltigkeit, etc. Ist das die vermeintliche Zeitersparnis und Bequemlichkeit Wert?

      Hinzu kommt, dass mittlerweile günstigere Einkäufe im Handel möglich sind. Jüngstes Beispiel: Monopoly, welches bei genanntem Online Händler 30 €, und bei großem Geschäft am Floridsdorfer Bahnhof nur 24 € gekostet hat.

      Dem zweiten Absatz schließe ich mich weitgehend an. Als Konsumenten haben wir mit unserer Kaufkraft ein mächtiges Instrument in der Hand und sollten dieses bewußt einsetzen.

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  2. Die Welt dreht sich immer schneller 👉 mündige Kunden sind in der Minderheit 🍀 es soll Wachstum geben und wenn der Planet damit Probleme damit hat, trump-en wir auf ihm herum und versuchen, das eigene Schäfchen ins Trockene zu bringen 🌳 der Mensch ist zu vielem fähig ✌ leider aber in alle Richtungen 🐠H🙄

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