Burning Snowman 2019 und Blogsinn Adventskalender 2018

Am 23.02.2019 hat der zweite Wiener Burning Snowman stattgefunden. Die Zahl der Beteiligten ist leider unter der erwarteten geblieben, aber daf├╝r wurde er mit der Nachbarsgrillgruppe zusammengelegt­čÖé. Dennoch hatten wir auch dieses Jahr eine Menge Spa├č und der Winter konnte bes├Ąnftigt werden. Das die Polizei vorbeigeschaut hat und die Gr├╝ndung einer Sekte kurz im Raum stand, war der humoristische H├Âhepunkt. In einer wirklich angenehmen und freundlichen Gespr├Ąchsbasis konnte dies aber widerlegt werden. Unten sind einige Eindr├╝cke in Form von Fotografien und Video zu finden, au├čerdem ein lustiger ├ľsterreich-Artikel, erstellt von einer freundlichen Teilnehmerin.

Des Weiteren m├Âchte ich mich nachtr├Ąglich bei euch f├╝r den Adventskalender 2018 bedanken. Warum so sp├Ąt, das hat h├Âchstwahrscheinlich mit T├╝rchen 24 zu tun­čśë. Aber das Danke muss(te) noch folgen, denn der Adventskalender 2018 war wirklich ├╝berw├Ąltigend. Schon im Jahr 2017 fand ich das Niveau sehr gut, aber 2018 hat wirklich noch eine echte Schippe daraufgelegt. Ich habe gelacht, geweint und wurde oft zum Nachdenken gebracht. Es war wirklich grandios. Und ich kann euch auch sagen, dass die Reichweite recht beeindruckend war und dass ich viele sehr positive R├╝ckmeldungen bekommen habe. Dieses Lob geh├Ârt nat├╝rlich nur euch und dazu noch meine Dankbarkeit f├╝r eure M├╝he und Teilnahme. Genau das soll Blogsinn sein!

Und hier die Burning Snowman 2019 Bilder:

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So richtig Snowy war es nicht­čÖé!
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In Sachen Sch├Ânheit durfte er dem Schneemann von 2017 nat├╝rlich in nichts nachstehen.
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Feuer 1
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Feuer 2, diesmal mit Aussicht
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Die Bes├Ąnftigung des Winters!
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Freudige Erwartung
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Sorry Snowman, aber es musste sein
├ľsterreich Camilla
Copyright: Camilla

 

 

T├╝rchen 24? (von Marcel)

Postponed
Eine Abrechnung mit einfach allem, was mich gerade ├Ąrgert!

So, hier sitze ich und schreibe diesen Text f├╝r den 24.12. und obwohl oben im Titel T├╝rchen 24 steht, steckt nicht T├╝rchen 24 drin. Eigentlich war an dieser Stelle etwas ganz anderes als dieser Text geplant, aber es ist sich einfach nicht ausgegangen. Die letzten Wochen und vor allem Tage haben mir wieder mal vor Augen gef├╝hrt, dass ich mein Leben nicht in der eigenen Hand habe und die Zeit f├╝r mich ein knappes bis nicht existentes Gut geworden ist. Ich werde fremdgesteuert und habe innerhalb meiner Pflichten nur einen bedingten Einfluss darauf. Arbeit und Familie lassen einen Marcel, der nicht Angestellter oder Papa oder Ehemann ist, kaum zu.
Meine eigentliche Idee f├╝r T├╝rchen 24, welche hoffentlich noch in diesem Jahr folgen wird (so der Plan!), bedarf v├Âlliger Ruhe und Ungest├Ârtheit. So etwas gibt es in unserer Wohnung bzw. Familie (insbesondere zu dieser Zeit) nicht, im Moment leben inklusive mir station├Ąr f├╝nf Personen bei uns zu Hause, mit ambulanten G├Ąsten aus Deutschland sind es sieben Personen. Nicht, dass ich mich nicht freue, dass die (erweiterte) Familie zusammen ist, das tue ich wirklich, sogar sehr, aber es nimmt von mir auch jegliche physische wie psychische Zeit in Anspruch. Dazu kommt in dieser Jahreszeit noch das schlechte Wetter und die Ferien der Kinder hinzu, was dazu f├╝hrt, dass man sich sehr h├Ąufig gemeinsam zu Hause aufhalten muss. Und da darf man sich dann mit gepflegter infantiler Konversation begn├╝gen. Zieh dich an! Putz die Z├Ąhne! Wasch die H├Ąnde! R├Ąum bisschen auf! Iss nicht nur S├╝├čes! Es geht nicht nur *Medienkonsum [*f├╝ge beim Kind beliebteste Elektronik ein]! ├ärger dein Geschwisterchen nicht! Schrei nicht! Etc. usw. uvm.! M├Âchte man als Elternteil A, so wird B gemacht, das ist kindliches Gesetz. Vielleicht h├Ârt sich das im ersten Moment auch nicht schlimmer an, als ├╝ber Trump zu politisieren, aber trotzdem habe ich genug davon. Starten die Kinder mit ihrer Wutphase, antworte ich mit meiner Trotzphase. Manche Tierkinder sind schon mit der Geburt an selbstst├Ąndig lebensf├Ąhig. Und wir Menschen? Nicht mal nach 20 Jahren! Vielleicht sollte man Kinder, welche sich mit S├╝├čigkeiten auf 150kg hochfressen und sich halb zu Tode zocken, nach Charles Darwin einfach machen lassen, nat├╝rliche Auslese nennt man das. Au├čerdem zeigt das auch deutlich, dass wir Menschen einfach nicht f├╝r diesen ├ťberfluss gemacht sind, wenn wir nur ├╝ber solche Anstrengungen ├╝berlebensf├Ąhig sind. Oder wir westlichen Helikoptereltern haben unseren Kindern jegliche ├ťberlebensf├Ąhigkeit ausgetrieben. Ich meine, wie lange w├╝rde ein Kind ohne uns ├╝berleben? Chapeau, wenn sie einen Tag schaffen w├╝rden.
Und neben diesem Kriegsschauplatz, als w├╝rde dieser nicht langen (von der L├Ąnge her historisch nur vergleichbar mit dem 30-j├Ąhrigen Krieg), h├Ąufen sich auf der Arbeit zu allem ├ťberfluss gegen Ende des Jahres immer die ganzen Kleinigkeiten und Gro├čigkeiten, welche zu erledigen sind, so als w├╝rde es im n├Ąchsten Jahr nicht ganz normal weitergehen. Aber nein, 2018 endet! Achso, verstanden, eh nein?!

Fast f├╝hlt es sich so an, als w├Ąre ich ein Gefangener meines Lebens und des Systems. An jedem verdammten Tag m├╝ssen wir funktionieren, auch wenn wir dieser Verantwortung manchmal vielleicht nicht mehr gewachsen sind. Das ist unglaublich Kr├Ąfte zehrend und es gibt Momente, wo man das Gef├╝hl hat, dass man nicht mehr kann, aber wir und andere erwarten von uns, dass alles gewohnt weiter geht, wir immer zu jeder Zeit stark sein m├╝ssen, auch wenn wir eigentlich nur noch Stopp rufen wollen! Burn-out liegt ja nicht ohne Grund voll im Trend. Laut Wikipedia f├╝hrt ein Auseinanderklaffen von externen Anforderungen bzw. Belastungen einerseits und individuellen F├Ąhigkeiten zur Bew├Ąltigung der Beanspruchungen andererseits zum Burn-out.

Und ich frage mich auch, wie das denn bitte gehen soll? Zwei berufst├Ątige Eltern und zwei berufst├Ątige Kinder, die Arbeit fordert viel Zeit sowie Konzentration ein und die Kinder m├╝ssen doch genauso funktionieren; fr├╝h aufstehen, schnell fertig machen und ab gehtÔÇÖs. Und dann in der Institution nicht nur anwesend sein, sondern bestehen! Das ist mental unglaublich ersch├Âpfend, f├╝r alle Beteiligten. Und vor allem, wo bleibt da Zeit f├╝r meinen Partner und f├╝r mich? Machen wir uns nichts vor, Kinder sind der gr├Â├čte Belastungstest f├╝r eine Partnerschaft und viele scheitern daran. Wenn ich zusammenz├Ąhle, wie viele Streits und Diskussionen mit Arnisa eigentlich direkt oder indirekt mit den Kindern zu tun haben und dazu noch die Diskussionen z├Ąhle, welche aufgrund des belastenden Systems, das meine Geduld jeden Tag ausreizt und dem ich meine Unausgeglichenheit verdanke, dann sind wir wahrscheinlich bei 90% aller Diskussionen.
Ich habe es mir in letzter Zeit zur Aufgabe gemacht, mit anderen Eltern und Leuten genau dar├╝ber zu reden und es ist verbl├╝ffend. ├ťberall ernte ich zustimmendes Nicken, auf einmal ├Âffnen sich auch meine Gegen├╝ber und erz├Ąhlen von ihren Problemen in der Partnerschaft und in der Familie. Und f├╝r ein paar Minuten ist geteiltes Leid, halbes Leid. Eltern, die echten ÔÇ×Everday SuperherosÔÇť! Ich will mal die Avengers sehen, wenn das Kind kein Bock hat, schlafen zu gehen.

Aber wer ist Schuld an diesem ganzen Schlamassel und wie l├Ąsst sich das ├Ąndern? Das System ist ganz eindeutig nicht f├╝r die gesellschaftlich ver├Ąnderten Bed├╝rfnisse und Anspr├╝che ausgelegt, hier gibt es keinen Zweifel. Es schn├╝rt uns ein und l├Ąsst uns keine Luft zum Atmen. Wir brauchen einfach mehr Freiheit! Und die Familie betreffend, auch hier sind es unsere ver├Ąnderten Anspr├╝che (gerechtfertigt und ├╝bertrieben), was Kindererziehung betrifft, wie eine Partnerschaft auszusehen hat und das ├╝berhaupt alles zu jederzeit hinterfragt werden muss, mit denen wir uns zus├Ątzlich selber belasten. Was bringt es, wenn wir allen unseren hohen Erwartungen bez├╝glich Familie und Arbeit gerecht werden, dabei aber zugrunde gehen. Eine L├Âsung: Erwartungen herunterschrauben, sind sowieso v├Âllig ├╝berbewertet.

Und was ist mit dem Spannungsfeld Familie und dem Ego? Auch hier brauchen wir Freiheit, ja klar, aber wo f├Ąngt Freiheit und Unabh├Ąngigkeit an und wann geht es schon in Einsamkeit ├╝ber? Denn zu wenig N├Ąhe, insbesondere in dieser Jahreszeit, ist eine harte psychische Belastung und l├Ąsst uns langsam innerlich verwelken. Wir Menschen brauchen f├╝r unseren K├Ârper und Geist einfach eine genau abgestimmte Mischung aus N├Ąhe zu anderen Menschen und Freiheit. Die richtige Balance zwischen einerseits einem fremdgesteuerten Leben, da wir uns sonst immer selbst Gedanken machen m├╝ssen, niemals mitflie├čen und die Verantwortung ├╝bergeben k├Ânnen und andererseits der Freiheit, f├╝r sich selbst da sein und egoistische Entscheidungen treffen zu k├Ânnen. Diese Balance ist von Person zu Person unterschiedlich und leider auch nicht immer kompatibel, das kann in Partnerschaften oder auch in Eltern-Kind-Beziehungen zu gro├čen Problemen f├╝hren.

Neben diesen nur bedingt hausgemachten Problemen, kommen wir uns noch mit unserem eigenen Menschsein in die Quere und sabotieren uns selbst. Und da muss man sich schon mal fragen: Sag mal, liebes Ich, gehtÔÇÖs noch?
Denn wieso schaffen wir Menschen es nicht oder viel zu selten, dauerhaft Harmonie herzustellen? Was hindert uns daran? Warum schaffen wir es nicht einfach das Positive bei den Anderen (und Allem) zu sehen, statt das Negative verbessern zu wollen. Warum ├Ąrgern wir uns ├╝bereinander und streiten miteinander, obwohl wir das ALLE eigentlich nicht wollen, sondern im Gegenteil, dem Gegen├╝ber eigentlich nur das Beste w├╝nschen. Es ist einfach paradox. Obwohl wir wissen, was passiert und obwohl wir es oft auch zu verhindern versuchen, fallen wir fast immer in die gleichen Muster. Gerade zu den Weihnachtstagen streiten wir bei den Familienvereinigungen wieder wie die H├Ąhne. Eltern mit Kindern und umgekehrt, Geschwister untereinander, Partner miteinander. Wir stecken einfach fest in unserer Haut.
Wie erzeugen unsere ganz pers├Ânliche self fullfilling prophecy. St├Ąndig zweifeln wir und hinterfragen alles. Mir kommt es vor, je mehr wir dar├╝ber nachzudenken und zu diskutieren versuchen, desto mehr reparieren wir es zu Tode. Wir haben vielleicht gar nicht die F├Ąhigkeit uns nachhaltig zu ├Ąndern und die st├Ąndige Betonung der negativen Aspekte erzeugt nur eine st├Ąndige Besch├Ąftigung mit eben diesen negativen Aspekten und machen sie somit omnipr├Ąsent, ohne das es eine positive Auswirkung auf das Gesamte hat.

Eine interessante Erkenntnis unterst├╝tzt diese These. Sobald wir wissen, dass ein Mensch ein wissenschaftlich anerkanntes Defizit hat (ADHS, Demenz, Trauma, geistige Behinderung etc.), gehen wir mit dieser Person anders, positiver, nachsichtiger um. Dann k├Ânnen wir einige Verhaltensweisen des Gegen├╝bers auf dieses Defizit zur├╝ckf├╝hren und damit akzeptieren. Aber die Welt ist nicht schwarz und wei├č, wir alle haben unsere Defizite, auch wenn sie nicht als Krankheit diagnostiziert sind. Wir m├╝ssen akzeptieren, dass nicht alle Menschen alles gleich gut k├Ânnen und uns dessen bewusst werden. Das ist keine Entm├╝ndigung, denn gleiches gilt ja auch f├╝r uns selber. 7,5 Milliarden Menschen auf dieser Erde bedeuten 7,5 Milliarden verschiedene Ansichten ├╝ber die Welt. Wir m├╝ssen immer nachsichtig miteinander umgehen, in dem Bewusstsein, dass alle Menschen nach ihrem pers├Ânlichen kategorischen Imperativ leben.

Ich manchen Gespr├Ąchen mit FreundInnen, welche in kulturell anderen Gesellschaften aufgewachsen sind, wurde mir gesagt, hier in ├ľsterreich oder Deutschland hinterfragt mal zu viel, man sollte einfach auf sein Herz h├Âren und machen. Ja, habe laut gerufen. Aber w├Ąren wir dann wirklich gl├╝cklicher. Sind z.B. Ehen gl├╝cklicher, die nichts hinterfragen oder machen sie sich einfach etwas vor. Eigentlich m├╝ssten aus unserer modernen Perspektive heraus alle zwangsverheirateten Paare bzw. Paare, die nicht vollst├Ąndig freie Hand bei der Auswahl des Partners hatten (davon gibt es noch Millionen!), ungl├╝cklich sein. Wie sieht das in der Realit├Ąt aus? Ich wei├č es nat├╝rlich nicht genau, aber ich habe das Gef├╝hl, auch aus den wenigen Erfahrungen, die ich (indirekt) gemacht habe, dass es keinen wirklichen Unterschied gibt. Vielleicht enden diese Partnerschaften ├Âfters in der totalen Katastrophe, wenn die Partner gar nicht zusammen passen, aber vielleicht sind sie im Durchschnitt sogar gl├╝cklicher, weil sie gar keine andere Wahl haben, als sich ihrem Schicksal zu ergeben und die Situation sowie den Partner zu akzeptieren. Nach dem Motto, wir sitzen beide im gleichen Boot, machen wir also unseren Frieden damit. W├╝rde diese These stimmen, was w├╝rde das bedeuten? Macht erst die Freiheit uns ungl├╝cklich, weil sie uns st├Ąndig andere M├Âglichkeiten aufzeigt? Es l├Ąuft immer auf die Frage hinaus, ob Menschen, die nur eine beschr├Ąnkte Freiheit haben, aber aus ihrer Sicht gl├╝cklich sind, auch wirklich gl├╝cklich sind? Wir nehmen es uns dann oft in unserer ├ťberheblichkeit heraus, zu entscheiden, wer gl├╝cklich in welchem Rahmen sein darf. Wie kannst du dir das gefallen lassen?! Wie kannst du so gl├╝cklich sein? Du bist doch gar nicht wirklich gl├╝cklich, du denkst das nur!

Oder vielleicht sind wir Menschen einfach generell unzufrieden, mit dem was wir haben und wir streben immer nach dem, was wir nicht haben. Es liegt tief unseren Genen als Quellcode, um als Spezies ├╝berleben und wachsen zu k├Ânnen?

Diese Fragen stelle ich mir schon mein halbes Leben und ich finde (noch) keine Antwort darauf. Ich wei├č nur eins, ich stecke mittendrin. Und obwohl ├älter werden eigentlich ziemlich Kacke ist, eine gute Sache hat es vielleicht dann ja doch und auf die ich z├Ąhle ich: die Altersweisheit.

T├╝rchen 24…..to be continued.

Frohe Weihnachten ­čÖé

T├╝rchen 23 (von Bernhard)

Liebe Freunde der wiederverwertbaren Onlinebelletristik!

Das mit den Blogeintr├Ągen ist ja so eine Geschichte. Da werden sie m├╝hevoll erschaffen und dann publiziert. Wahrgenommen werden sie dann von jener Handvoll Follower, die im Jahr 2018 tats├Ąchlich noch Texte liest und deren Aufmerksamkeit nicht ausschlie├člich nur auf jenen Web Content gerichtet ist, welcher am auff├Ąlligsten blinkt und schreit und funkelt. Diese Handvoll ├Âffnet den Text auf dem jeweiligen Endger├Ąt und once it is unwrapped and consumed, landet es gleich wieder auf dem digitalen M├╝llhaufen.
Was f├╝r eine Verschwendung! Werden wir so unsere Klimaziele erreichen? Ich habe mich deswegen f├╝r das digitale Upcycling entschieden und den allerersten Eintrag, welcher letztes Jahr f├╝r diesen unseren Adventkalender erstellt worden ist, wieder ├╝ber unsere ausgereizte Wahrnehmungsschwelle dr├╝berzuhieven und zu etwas Neuem zu verwursten.
Es handelt sich bei dem Hauptprotagonisten dieses Ersteintrages um einen uns bekannten J├╝ngling, der in sein Smartphone, welches ihn selbst filmt, etwas derart leise hinein fl├╝stert, sodass man beim Genuss dieses Videos dazu gezwungen wird, die Lautst├Ąrke auf Anschlag zu drehen und den Lautsprecher ans Ohr zu halten. Der J├╝ngling will die Existenz einer Adaption der amerikanischen Werbeindustrie eines christlichen Namenspatrones mit t├╝rkischen Wurzeln beweisen. Das Gefl├╝sterte ist gerade einmal so laut, dass es das Eigenrauschen des Handymikrofons ├╝bert├Ânt. Dann kommt dieser Namenspatron tats├Ąchlich in die Wohnung des J├╝nglings und popelt auf dessen Couch. Au├čerdem klumpt sein Fu├č und andere Splattereffekte werden verbal beschrieben. Schlussendlich schreit der J├╝ngling wie am Spie├č und der Tinnitus, den wir alle aus dieser hinterlistigen Aktion davon getragen haben, hallt bis heute nach. Aber keine Sorge hinsichtlich einer neuerlichen ├ťberanspruchnahme unserer Trommelfelle, ich habe die so stark differierenden Lautst├Ąrkepegel etwas angeglichen, was sich auch merklich im unterschiedlich laut wahrnehmbaren Eigenrauschen des Handymikrofons manifestiert, aber seht selbst:

T├╝rchen 22 (von Teresa)

Beinahe h├Ątte ich gedacht, ich schaffe es heuer doch nicht einen Blogeintrag zu schreiben. Mich hat der Weihnachtsstress eingeholt. Und das obwohl ich mir in diesem Jahr geschworen habe, das lasse ich nicht zu. Ich wollte keine Geschenke und auch keine verschenken, ich wollte mir ausreichend Zeit auch f├╝r mich selbst abseits des Feiertrubels g├Ânnen. Es war ein guter Plan doch er ging, wie jedes Jahr, nicht auf.

Dann werde ich manchmal grantig auf dieses Weihnachten und w├╝nsche mir, dass dieses verdammte Jahr einfach nur vorbei gehen soll, damit dann wieder der Alltag und somit weniger Trubel einkehrt.

Dann aber finde ich doch eine ruhige Minute so wie jetzt, und stelle f├╝r mich fest: Dieses Jahr war ja eigentlich doch ganz sch├Ân. Sehr sch├Ân sogar. Es hat mich in vielerlei Hinsicht gest├Ąrkt mich bereichert und weitergebracht:

Ich habe eine gute Zeit gehabt. Ich habe viel gelacht. Auch mal geweint. Ich habe neue Menschen kennen lernen d├╝rfen. Bin umgezogen. Habe Altes hinter mir gelassen, Neues begonnen. Bin verreist. Habe sch├Âne Teile der Erde gesehen. Habe viel Zeit mit meinen liebsten Freunden verbracht. Habe gut Party gemacht. Ab und an richtig gut gefeiert. Habe meine Liebe genossen. Gestritten und wieder vers├Âhnt. Hatte sch├Âne Momente im Kreise der Familie. Habe im Beruf Erfolge erlebt. Misserfolge durchtaucht. Habe neue pers├Ânliche Grenzen erweitert. Neue Herausforderungen gemeistert. Es gab traurige Momente. Aber eben auch viele sch├Âne.

Deshalb kann ich dankbar sein f├╝r ein sch├Ânes vergangenes Jahr und freue mich auf die letzten kommenden Tage davon. Und auf ein kommendes neues Jahr, wo alles von Neuem losgeht und nachdem ich hoffentlich auch wieder ein zufriedenes Fazit in einer ruhigen Minute fassen kann.

Das w├╝nsche ich euch auch. G├Ânnt euch ein paar Minuten f├╝r euch und erfreut euch ├╝ber die vielen vergangenen sch├Ânen Momente und die zuk├╝nftigen. Dann ist der Weihnachtstrubel gar nicht so wild.

Frohe Weihnachten und ein wunderbares neues Jahr!!

T├╝rchen 19 (von #mrghostwriter)

Auch wenn die Zeit f├╝r alles, was noch zu tun ist, viel zu knapp ist, als dass es den Rest der Aufgaben noch schaffen k├Ânnte, summe ich immer noch die Melodien, die dich im Schlaf begleiten und besch├╝tzen, denn wir ruhen uns trotzdem erstmal aus f├╝r heute.

Ach, diese L├╝gen, diese Fremden, waren meistens blo├č Anh├Ąngsel, ab und zu paar wenige Hoffnungsschimmer am belebten und bunten Himmel, der schnell wieder dunkel wurde, & still, & eine zu lange Zeit dunkel & still blieb, als dass ich noch weiterhin geduldig h├Ątte warten k├Ânnen, waren dabei, ok. Aber sie waren meinen Eskapaden und Wutreden selten bis gar nicht gewachsen & wenn ich beleidigend wurde, meistens mir selbst gegen├╝ber, erst recht nicht.

& das ganze erfundene Theater spielte ja nur hier bei mir und was einst mal ganz automatisch voranging, ist jetzt pl├Âtzlich viel schwieriger, aussichtsloser & in’s Stocken geraten und das eine oder andere Blatt fliegt heute noch zerkn├╝llt durch die Gegend und man ist trotz Wunderlampe und Treibstoff blind f├╝r allerlei vorhandene Inspiration, gefangen im Nichts, wie an einem stillgelegten Bahnhof auf einen Zug wartend.

Wieso ich nachts auf Spielpl├Ątzen zu finden bin, berauscht von allerlei Dingen, aber nicht von den Dingen, von denen ich gerne berauscht w├Ąr’, von dir? Wahrscheinlich um diese eine verdreckte Puppe dort im M├╝ll zu entsorgen, eine zu rauchen und schnell wieder zu verschwinden. Vielleicht ist das Graffitti dort wegen mir oder von mir an dich wegen dir, oder das Tattoo oder im insgeheimen ein ganzer Roman, mal im Ernst, wer wei├č denn schon wirklich sein Wirkungsfeld und seine Strahlkraft & was einen erwartet? & was es alles miteinspannt bzw. ├╝berspannt? Vielleicht n├Ąmlich au├čer Mensch und Tier, noch mehr.

Das Leben ist voller R├Ątsel. Nachdem wir schon dachten, wir wissen alles. Das gibt ja das Leben schon immer her, dass man Neues lernt. Nach Durststrecken, nach Lebensabschnitten. Nix Neues? Passt, bis dann, wieder was gelernt, ok, wir seh’n uns.

Au├čer das man es immer wieder bemerkbar machen sollte, wenn man erkennt, woran man einen erkennt oder was einen auszeichnet und es auch ausdr├╝ckt, wenn man die Sensibilit├Ąt f├╝r’s Bemerken und die richtigen Worte daf├╝r besitzt und die Kunstfertigkeit einer sanften Informations├╝ber- & Weitergabe, leicht und angenehm verpackt, jedoch mit selten schwerer Bedeutung wie noch nie zuvor. & man unerm├╝dlich immer wieder Jemandem sagen und zeigen sollte, was ihn besonders macht.

Manchmal kommen die gr├Â├čten Worte und besten Taten von den unscheinbarsten Menschen, die man l├Ąngst verga├č, denen man es nie zugetraut h├Ątte, so dass es einem eine Runde ertr├Ąglicher vorkommt, wenn die eigenen vertrockneten Lippen immer noch nicht ihren Durst gestillt bekommen haben.

& dass die Geduld keine ungebetenen G├Ąste mehr in der Lage ist, zu dulden, sollte als positiver Nebeneffekt noch zur Kenntnis genommen werden, falls man das Wesentliche verstanden hat und wieso es unumg├Ąnglich war, auch noch die letzten Hindernisse f├╝r eine freie Bahn in Richtung Ziel aus dem Weg zu r├Ąumen.

Und auch wenn du mir beide Arme und beide Beine gebrochen hast und gegangen bist, bin ich es, der dir zuruft, du sollst keine Panik haben. Denn als Kapit├Ąn des Schiffes bin ich es, der zuletzt von Bord gehen wird, das ist sicher, sicherer wie das “Amen” in der Kirche.

An einem perfekten Ort f├╝r Fantastereien ist wieder mal eine kleine Prinzessin weggeschlafen & in der Luft steht der Rauch…

Mein letztes Hinterbleibsel m├╝sste doch als Riese, umgeben von bezaubernden Feen und M├Ąrchenzwergen, zumindest noch das passende Wiegenlied sein, aber der Ton macht schon lange nicht mehr die Musik & vor lauter Stress stellen wir uns nur noch taub.

Dabei klang doch einst alles so harmonisch & wir alle wussten immer, was zu tun ist & ironischerweise f├╝hlte sich auch alles, was wir bisher taten, irgendwie immer richtig an, doch nun stehen desorientierte Zeiten an, vor denen wir uns f├╝rchten, wir verstehen n├Ąmlich nicht, wie es so werden konnte wie jetzt, denn wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen oder zu tun haben.

Es liegt nur daran, dass man uns vergiftet und verwirrt hat, also m├╝ssen wir gemeinsam einfachste, grunds├Ątzliche Dinge wieder erlernen, wie sich zu besinnen, um die Kehrtwende gemeinsam zu schaffen.

Denn im Endeffekt sehnt sich doch jeder nach Familienidylle und Harmonie und genau deswegen verstehe ich nicht, dass ihr alle nicht versteht, dass das nicht nur der Weg eines Einzelnen sein kann, auch wenn wir uns noch so sehr w├╝nschen, dass Jemand erscheint, uns den Sieg sichert & sicher wieder zu uns nach Hause kehrt und uns bis in die Unendlichkeit besch├╝tzt.
Wenn wir lernen,
dass man manche Fragen nicht stellt,
dass uns Manches aus der Vergangenheit und Verb├╝ndete im Hintergrund nichts angehen, dass gewisse Dinge Zeit brauchen und man sich auch diese Zeit gegenseitig ausgiebig gew├Ąhren muss,
dass es in ausf├╝hrlich aufgekl├Ąrten Zeiten wie diesen nicht mehr um Rasse, Hautfarbe, Herkunft und Religion geht und
dass MultiKulti ein friedensnotwendiger, gro├čer und sehr wertvoller Begriff ist und
dass es einfach nur darum geht, wem man seine Zeit schenkt und wer das wert ist,
dann finden auch die Herzen wieder dort Platz wo sie hingeh├Âren und sich wohlf├╝hlen.

Da kann sich jeder sicher sein.

Meine Gedanken sind wie ein Ozean & m├Âglicherweise versinke ich gerade da drin, doch auch wenn ich Dir die H├Ąlfte meines Herzens schenke, brauche ich selbst die andere H├Ąlfte nicht & zerschlage sie auf den Stra├čen und wenn auch alles was ich bin, zu Staub zerf├Ąllt, hast Du das Recht, meine Reste am Ufer zu verstreuen und wir beide wissen, dann wird es dort windig und alles wird weggeweht, m├Âglicherweise erzeugt es auch eine Tr├Ąne, aber ich verspreche Dir, hier und da ein Zeichen zu hinterlassen, sei es in Fl├╝ssen, B├Ąumen oder in den Wolken, so dass Du weiterhin Leitung hast und aufmerksam bleibst.

T├╝rchen 18 (von Somi)

Lichtblicke

Mir ist aufgefallen, dass ich dieses Jahr immer wieder den Himmel fotografiert habe. Keine Ahnung warum… Es war immer wieder der Impuls da, diese Farben und Formen, die ich in diesem Augenblick gesehen habe, festzuhalten.
Es gibt sicher eine Reihe von wissenschaftlichen Abhandlungen, die diese Naturschauspiele erkl├Ąren, aber im Moment interessieren mich die gar nicht.
Es ist immer derselbe ÔÇ×HimmelÔÇť, die gleiche Sonne, etwas andere Wind- und Feuchtigkeitsverh├Ąltnisse und doch sieht es immer anders aus…
Und auch bemerkenswert: innerhalb von wenigen Minuten ist das ganze Schauspiel schon wieder ver├Ąndert oder ganz vorbei.
Angeblich soll einem die Weite des Himmels an die Unendlichkeit oder die eigene innere Weite erinnern.
Mich faszinieren vor allem die verschiedenen Schattierungen und Nuancen der Farben, die unterschiedlichen Formen und Texturen, die Stimmung in dem Moment.
Wenn ich das auf einem Bild sehen w├╝rde, w├╝rde ich mir denken: ÔÇ×Wie kitschig! oder ÔÇ×Wie unrealistisch…ÔÇť aber es ist echt und ganz nat├╝rlich.
Die Fotos geben gar nicht die Realit├Ąt wieder, denn in Wirklichkeit war alles noch viel sch├Âner und beeindruckender!

Hier eine kleine Auswahl der Lichtblicke. Alle Fotos sind von mir – mit meiner Handykamera geschossen und nat├╝rlich ohne irgendwelche Filter.Read More »

T├╝rchen 17 (von Alba)

Definition of Love

What is love?
Love is a very special and meaningful feeling for each of us . Without this proper idea of love, people would be acting like blind persons searching for the light with thousand of obstacles in front of them.

Love can hurt in the long run, and people can also be blinded by it. Many people put up walls to guard their ÔÇťheartÔÇŁ from being hurt again. Love teaches us many lessons. We use those lessons in our future relationships. We donÔÇÖt want to make the same mistakes.
This kind of love IÔÇÖm describing is the one that makes you feel the butterflies in the stomach . Just seeing that particular person can be enough to make one smile and make your day and all the worries go away. ItÔÇÖs neither a crush nor infatuation and many are willing to do anything for this thing that is called love.
ItÔÇÖs a wonderful feeling when you know that you are loved and even a more wonderful feeling when you are in love.

Love and passion is the burning sensation that drives us to lead our lives into new horizons: following the heart , hoping it will guide the way.

I hope and wish this new year will bring true love in everyoneÔÇÖs life !

P.S. dedicated to my Love D ÔŁĄ´ŞĆ

T├╝rchen 16 (von Thomas)

Freut euch!

Meine Reaktion auf das triste, nasse, Nebelwetter Anfang Dezember war es, dieses buchst├Ąblich als Projektionsfl├Ąche f├╝r einen simplen, allgemein verst├Ąndlichen Ausdruck der Freude zu verwenden.

T├╝rchen 16_Thomas

Mein alter Beamer hat zwar nicht so viel hergegeben wie ein Flutlichtscheinwerfer (wie er z.B. zum Herbeirufen von Batman verwendet werden w├╝rde), aber immerhin war mein Zeichen in einem kleinen, dunklen, nebligen Eck von Simmering zu sehen.
Gerne h├Ąnge ich dem Gedanken nach, dass es au├čer mir noch jemand gesehen hat und so vielleicht sogar ein St├╝ck, durch die dunkle Jahreszeit verst├Ąrkte, Traurigkeit ablegen konnte.

Da der 3. Adventsonntag ja auch als der “freudenreiche” gilt (ausgedr├╝ckt durch das Entz├╝nden der rosa Kerze am Adventkranz) w├╝nsche ich euch allen, dass ihr euch in vielf├Ąltiger Weise ├╝ber all die guten Dinge, die euch das Leben geschenkt hat, freuen k├Ânnt!

In diesem Sinne: Gaudete!