Türchen 21 (von Erdoğan)

This year I was thinking to write something which is for me significant of our current time period. While listening to a song a few days ago, I got the feeling that, “That’s it”. I listen to this song already many years and it influenced me a lot to think about our life and our world. The song from Supertramp is from 1974 but still current. It proves to me that time is timeless. Here is the text:

CRIME OF THE CENTURY

Now they’re planning the crime of the century
Well, what will it be?
Read all about their schemes and adventuring
Yes, it’s well worth a fee

So roll up and see
How they rape the universe
How they’ve gone from bad to worse

Who are these men of lust, greed and glory?
Rip off the masks and let’s see
But that’s not right, oh, no, what’s the story?
But there’s you and there’s me

That can’t be..

I highly recommend you to listen to this song.

Christmas is a time to celebrate with family. I wish you all to enjoy it.

Merry Christmas and Happy New Year.

Türchen 20 (von Jörg)

Sonnenwende

Das Gras ist tot, der Tage Herrlichkeit entschwunden,
Und leichdörrn liegt all Leben auf des Winters Wal.
Im Abendrote blitzt ein letzter Sonnenstrahl:
Der Tag ist überlebt, er blut‘ aus allen Wunden.

Zerfurcht das weite Land, das eitrig Fleisch zerschunden,
Der Sonne Lohe sinkt ins nächste Jammertal.
Sie blinzelt wie zum Abschied noch ein letztes Mal,
Kehrt morgen sie zurück, bleibt sie kurz angebunden.

Die Welt wird wieder eng und alles rückt zusammen.
Am Firmament, da prangt ein Stern zur frühen Nacht
Und auf der Erde ein paar müde Lichter funkeln.
So willst du mich zur schwarzen Galle wohl verdammen?
Du hast mich letztlich doch um allen Trost gebracht –
Ein großer Stern versinkt und alles liegt im Dunkeln.

Von diesen Schmerzen kann ich niemals mehr gesunden,
Die Ruh‘ ist lästig, jede Arbeit eine Qual,
Das Leben öd, das beste Essen schmeckt nur fahl
Und rastlos zieht mein Geist die ewiggleichen Runden.

Komm, mein Mädchen, teilen wir die traur’gen Stunden!
Ein und alles du und nichts und Zwang und Wahl,
Du allerlieblichstes Gefäß, du heil’ger Gral,
Den reinen Herzens ich gesucht und nun gefunden.

Des Freundes Leid, es trägt ein Freund mit ihm zusammen.
Am Firmament prangt schon der Abendstern zur Nacht…
Und auf der Erde? Tausend Lichter selbst im Dunkeln!
So kann ich dich darum am Ende nicht verdammen,
Hast du mir doch den allerschönsten Trost gebracht:
Ein großer Stern versinkt – doch viele kleine funkeln…

Türchen 19 (von WHUM)

„Last Birthday“ by WHUM? Feat. Selflove

Bei der letzten Jesus Geburtstagsparty, gab ich dir mein muskuläres Hohlorgan,
Aber zum nächsten Sonnenaufgang, katapultierst du es auf eine andere Bahn.
Dieses Jahr, versuche ich den Wasserfall zurück zu halten,
Indem ich es mir schenke, um mich zu entfalten.

Bei der letzten Jesus Geburtstagsparty, gab ich dir mein muskuläres Hohlorgan,
Aber zum nächsten Sonnenaufgang, katapultierst du es auf eine andere Bahn.
Dieses Jahr, versuche ich den Wasserfall zurück zu halten,
Indem ich es mir schenke, um mich zu entfalten.

Einmal gebissen und zweimal verlegen
Ich halte einen Elefantenbabyanstand zwischen uns, aber siehst du meine Seele?
Sag mir, Säugling, erkennst du mein wahres Ich?
Naja es sind 365 Tage vergangen, es überrascht mich nicht.

„Happy Birthday, Jesus“ ich habe es eingepackt und versendet
Mit einer Nachricht „Lieb dich selbst“ beendet.
In diesem Augenblick habe ich erkannt, ich war ein Depp
und wenn du mich jetzt abbusselst, verliere ich wieder meinen Pepp.

Bei der letzten Jesus Geburtstagsparty, gab ich dir mein muskuläres Hohlorgan,
Aber zum nächsten Sonnenaufgang, katapultierst du es auf eine andere Bahn.
Dieses Jahr, versuche ich den Wasserfall zurück zu halten,
Indem ich es mir schenke, um mich zu entfalten.

Bei der letzten Jesus Geburtstagsparty, gab ich dir mein muskuläres Hohlorgan,
Aber zum nächsten Sonnenaufgang, katapultierst du es auf eine andere Bahn.
Dieses Jahr, versuche ich den Wasserfall zurück zu halten,
Indem ich es mir schenke, um mich zu entfalten.

Oh,
Oh, oh, Säugling

Ein Zimmer voll mit testwilligen & geimpften Bekannten
Ich verstecke mich vor dir und deinen Augen, die brannten.
Meine Beyoncé, ich dachte ich kann mich auf dich verlassen
Ich? Ich war nur das Buggelenk zum Anfassen.

Die FFP2-Maske hat uns hier nicht geschützt,
die Liebe zerbrach und mein trauriges Herz blieb zurück.
Oh, Oh, nun habe ich die Liebe zu mir selbst gefunden
Und der Depp ist für immer verschwunden!

Bei der letzten Jesus Geburtstagsparty, gab ich dir mein muskuläres Hohlorgan,
Aber zum nächsten Sonnenaufgang, katapultierst du es auf eine andere Bahn.
Dieses Jahr, versuche ich den Wasserfall zurück zu halten,
Indem ich es mir schenke, um mich zu entfalten.

Bei der letzten Jesus Geburtstagsparty, gab ich dir mein muskuläres Hohlorgan,
Aber zum nächsten Sonnenaufgang, katapultierst du es auf eine andere Bahn.
Dieses Jahr, versuche ich den Wasserfall zurück zu halten,
Indem ich es mir schenke, um mich zu entfalten.

In der Zukunft liebe ich nur mehr mich,
schenk dir Zeit für dich selbst und entfalte dich. ❤

Türchen 18 (von Marc)

Der rote Camping-Bus

Der Lack schon stark verrostet
strahlte er Freiheit in einem verblassten Rot.
Ständig kaputt
stand er fahrbereit da
um wöchentlich ins Industriegebiet zum Supermarkt
und täglich ins nächste Dorf zur Arbeit
mehr zu rumpeln als zu fahren.

“Dafür ist er viel zu groß und viel zu alt”
“Unvernünftig und teuer”
belehrten sie ihn.
Doch heldenhaft schraubte er weiter an ihm
und bezahlte jeden Liter Diesel.
Dafür belächelten sie ihn
die eigene Frau,
die eigenen Kinder,
die Nachbarn sowieso.

Niemand sah hin:
auf die selbstgebaute Truhe im Kofferaum
mit Platz für die komplette Taucherausrüstung,
auf die umgebaute Sitzbank
mit Ausklappfunktion für ein echtes Bett,
auf die eingebaute Standheizung
mit Wärme für jede noch so kalte Nacht.

Und irgendwann sah er es selbst nicht mehr.
Die großen und kleinen Reisen
vertagt auf wenn noch dies und das zuvor erledigt ist.
verkam der rote Bus des Glücks
zum Traum eines Träumers
der nicht mehr an Träume glaubt.

Heute ist er längst verkauft.

Obwohl für ihn er unbezahlbar war.

Türchen 17 (von Jasmin)

Wie auch schon in den letzten beiden Jahren habe ich mich wieder dazu entschlossen, einen Beitrag für den Blogsinn-Adventskalender zu schreiben. Doch ich muss zugeben, dieses Mal hat es mir wirklich an Kreativität gefehlt und ich habe mir viele Tage und Nächte Gedanken darüber gemacht, worüber ich in diesem Jahr schreiben möchte. Uns alle beschäftigt die Pandemie tagtäglich leider immer noch und ich glaube hierüber wird in den Medien genug berichtet, insofern verliere ich hierüber kein Wort. Was hat mich sonst noch bewegt? Ganz klar, unsere kleine Tochter aufwachsen zu sehen, die Entwicklung in den letzten 15 Monate war einfach nur unglaublich. Wie viel diese Mini-Menschen in kürzester Zeit erlernen, ist unfassbar. Und ja, jeder der sagt, sie werden so schnell groß, hat vollkommen Recht. Umso freudiger erwarten wir vielleicht sogar in diesem Monat das nächste Wunder, denn meine kleine Schwester wird zum ersten Mal Mama und ich Tante. Ich bin so neugierig auf Baby Z. Einfach nur schön…

So aber nun zu meinem Thema, über was ich in diesem Jahr wirklich schreiben möchte. Seid Ihr abergläubisch? Glaubt Ihr an Zeichen, Schicksal und Karma? Ich in gewisser Weise schon. Denn im Leben meiner kleinen Familie spielt die Zahl “17” eine wichtige Rolle.

17.10.2013 Wir werden ein Paar

17.06.2017 Wir werden ein Ehepaar

17.03.2020 Wir werden Eltern und erwarten ein Mädchen

17.09.2020 Unser Engel erblickt die Welt.

Insofern würde ich schon sagen, dass diese Zahl für uns etwas Gutes bedeutet. Deshalb habe ich einmal recherchiert, ob diese Zahl allgemein als “Glückszahl” zählt. Und was finde ich hierzu:

– 17 ist die einzige Primzahl, welche sich als Summe vier aufeinanderfolgenden Primzahlen darstellen lässt

– Mit Trick 17 beschreibt man Lösungswege bei Problemen, die originell, speziell oder einfach nur verblüffend sind

– Die 17 ist eine “psychologische” Zahl. Fordert man Personen auf, eine Zahl zwischen 1 und 20 zu wählen, wird diese überdurchschnittlich oft genannt und ist deshalb bei Schriftstellern und Filmen besonders beliebt

Das klingt ja alles erst einmal positiv, aber auch diese Zahl hat ihre Schattenseiten:

– Die mystische Bedeutung der Zahl 17 findet man u.a. in der Bibel. Am 17. Tag des 2. Monats begann die Sintflut und

  endete am 17. Tag des siebten Monats

– In Italien gilt die 17 als Unglückszahl, insbesondere Freitag, der 17.

Die Herleitung des Unglückscharakters der Zahl wird aus einem Anagramm der römischen Zahl 17 (XVII) zu VIXI gedeutet, das im Lateinischen “ich habe gelebt” bedeutet.

Doch ist dieser letzte Satz “ich habe gelebt” negativ behaftet, weil man damit den Tod assoziiert? In meiner Wahrnehmung nicht, denn ich bin einer positiver und optimistischer Mensch. Für mich bedeutet “ich habe gelebt”, dass man seine Lebenszeit genossen hat. Und dass das Leben nicht nur aus Arbeit, Krankheit oder negativen Einflüssen besteht. Deshalb sollte man sich regelmäßg Auszeiten gönnen, auch wenn es der Berufsalltag einem normal nicht erlauben würde. Jeder weiß, dass das Leben schnelllebig ist und deshalb sollten wir uns alle öfters selbst reflektieren, in uns gehen und hören, was unsere Gesundheit zu sagen hat. Einfach mal nichts tun oder das, worauf man Spaß und Lust hat. Und ist jetzt zwischen den Feiertagen und im Kreise der Liebsten nicht die beste Möglichkeit dazu? Einfach mal einen Tag ohne Mobile Devices, das Erlebte aktiv wahrzunehmen und zu genießen? Probiert es aus!

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Euren Familien ein erholsames Weihnachtsfest und einen erfolgreichen Start in das neue Jahr.

Türchen 16 (von Arnisa)

Hey You,

Congratulations! You made it through another year of life. This past year hasn’t been easy, by any means. It was probably full of tears, heartbreak, and loneliness.There’s been a lot on your plate and you’ve been having trouble keeping up. But don’t despair, please stay hopeful. Everything is going to come back. Your peace, your confidence, your joy, and the light which fills your heart. I know you feel like you’ve lost yourself and like the world and your whole life are crumbling down around you, but this is just a phase. It will pass.

Life can be hard and unfair. It can be cruel and draining. People can be mean and hateful. But none of this is permanent. I know it’s hard for you now but remember that this is just a phase. It is just a chapter, not your whole story.

No matter what life threw at you this year, you took it and ran with it. You grew from it and you learned from it, and that is something you should be incredibly proud of yourself for.

As the year is ending, it is time to look forward to the New Year. Just like this past year, I’m sure that life will take you on a roller coaster ride, and there are just a few things that I want to tell you before this New Year starts.

I want you to remember to love yourself, because you are worth loving. You are beautiful, strong, smart, creative, kind, loving and caring. And those are enough reasons on their own. Everyone has known all those things since they’ve known you, and they love you more than anything, so it is about time you start to love yourself too. After all, life is a thousand times better when you spend your time loving yourself opposed to picking yourself apart. So in this upcoming year I want you to remember to love yourself; hardly, strongly and deeply love yourself.

I want you to open yourself up to the endless opportunities that lie in this world. I want you to have the courage to take those leaps of faith. I hope that you open your heart enough to lose the fear of failure and to do something out of your comfort zone. I hope that in this upcoming year, you don’t let your fears keep you from missing out on some of life’s greatest opportunities.

I hope that you live in the moment. I hope that you fully immerse yourself into each moment you’re in and be in it with your whole heart. This is important, because you never know when that moment will end; if you’re not fully in each moment you could miss out on making the memories of a life time.

I need you to know that it is okay to take care of yourself and put yourself first sometimes. I hope that you find it in yourself to do what’s best for you, regardless of what anyone else thinks.

And lastly, I absolutely NEED you to know how beautiful you are, inside and out. No matter what anyone says, or how anyone makes you feel, you need to always remember it.

I know that I don’t necessarily need to tell you all these things, but sometimes it just helps to be reminded. I know that in this next year, you will grow, and learn, and discover more of yourself. I wish you the very best in 2022, I know you’re going to kill it.

Love,

Me

Live your life. Live it big, live it soft, live it loud, live it to the max. It’s okay to be afraid, just don’t let fear stop you from living. Never forget you aren’t alone and that you are loved. Keep going even when it’s hard. You’ve got this. And I’ll be waiting for you here at the other end of the decade with an incredible life that you will love. I promise you, the best is yet to come.

Türchen 15 (von Elena)

Liebe Mitmenschen,ich möchte heute zwei Geschichten mit euch teilen. Eine visuell,
tiefgehend und süß illustriert:

ich möchte heute zwei Geschichten mit euch teilen. Eine visuell,
tiefgehend und süß illustriert:

Und eine andere verschmitzt und mehrdeutig, wurde mir von einer Freundin
erzählt und ich gebe sie an euch weiter.

Es war einmal in einem Königreich. Dieses wurde von einem König regiert
der es über alles liebte Kämpfen zuzusehen, ganz besonders fasziniert
war er von Hundekämpfen. Also beauftragte er eine Hundetrainerin ihm den
nur vorstellbar besten Kampfhund auszubilden.

Gedacht getan. Er beauftragte eine Trainerin mit der Suche nach einem
Hund und als sie ihn gefunden hatte fuhr er nach einer Zeit hin um den
Hund abzuholen. Die Trainerin aber verneinte und meinte der Hund sei
noch nicht so weit er habe noch etwas zu lernen. Der König vertraute der
Trainerin und ging wieder seinen wichtigen Herrschertätigkeiten nach.

So sollte es noch einige male gehen. Die Unruhe und der Unmut des König
wuchs ständig an und so war die Freude unermesslich groß als die
Trainerin eines Tages bekannt gab, dass der Hund nun soweit war.

Der König ließ ein großes Fest mit Kämpfen in der Hundearena
vorbereiten. Alle waren gespannt was dieser größte Kämpfer unter allen
Hunden vermochte, doch am meisten freute sich der König. So schön und
stark war der Hund als er die Arena betrat, ruhig und aufrecht stellte
er sich in die Mitte hin und wartete auf seinen Gegner. Endlich wurde
der Kontrahent zu ihm hineingelassen und rannte auch sogleich auf ihn
zu. Nur um kurz vor ihm abzustoppen und sich vor den Füßen des Hundes
aller Hunde zusammenzurollen.

Stille breitete sich in der Arena aus. Das war nicht das was sich alle
erwartet hatten. Noch weitere Hunde wurden ihm als Herausforderer
geschickt, doch immer das selbe Ergebnis. Sie warfen sich ohne
sichtbaren Kampf vor ihm nieder. Der König war erbost. Er fühlte sich um
seinen Kampf betrogen.

Wütend suchte er die Trainerin auf. Diese entgegnete ihm schlicht:”Ihr
wolltet den besten aller Kämpfer. Der Hund ist zu einem geworden, der
sich selbst seiner so stark bewusst ist, dass es keinen Kampf, kein
Ringen, keinen Zweifel mehr zu benötigt. Wenn er es weiß, spüren das
auch die anderen Hunde und ein Kampf ist nicht mehr von Belang.”

Türchen 14 (von Ben)

I don’t think I’m alone when I say that, since leaving high school, I’ve felt somewhat overwhelmed trying to adjust to ‘adult life’ and managing the responsibilities and social pressures that accompany it. As a 16 year old, I only concerned myself with trying to fit in with the other kids and maintaining adequate marks in my classes. Admittedly, this time had its own pressures – popularity being the most salient element of day-to-day life. Who did you hang out with at lunch? Were you invited to the latest house party? Did you have a girlfriend yet? Whilst this was stressful in itself, I was aware that everyone else was in the same boat and my group of tight knit friends kept me in check.

Things have changed from (what I now realise were) the stress-free school days. Sticking to the same analogy, we have now ‘abandoned ship’ and I found myself struggling to stay afloat without the safety raft that was Craigmount High School. Seeing those with whom you shared a classroom, travelling the world, getting married and achieving success in their respective careers is of course wonderful; however, it serves as a constant reminder of the progress you have made in the period since. As someone who has lacked a calling in life, I always harboured a fear of falling through the cracks in society. I do appreciate that I am not an anomaly, in fact, more likely a stereotype of my anxiety-riddled generation. In a world where we now aspire to ‘Instagram influencers’ and have reality TV show stars as our role models, it’s important to remember that social media is not an accurate portrayal of an individual’s real life.

Whilst I understand my perception of everyone’s “perfect life” is a delusion, it can be difficult to avoid comparisons and to stay focused on myself. I have found it far too easy in recent years to live by my own misguided mantra, “if I don’t try, I won’t fail” and avoid taking any risks. The bucket list that I created as a teenager remains largely untouched whilst I count the years tick by. (Older readers will roll their eyes knowing that, at the time of writing, I’ve not long ago celebrated my 26th birthday). The emergence of Covid-19 has not helped in any way as any spikes of motivation have been promptly quashed by the latest government rules and restrictions. However, the feeling remains and I understand that, to overcome this feeling of being overwhelmed, I need to work on my motivation and mind-set in general. I need to do what I want to do, eliminate the fear holding me back and commit.

So, I’ll leave you with this. Carpe diem. Seize the day. Let’s make 2022 a year for doing.

Türchen 13 (von Sebastian)

Alleine auf dem Ringelspiel

Verspielt fallen vereinzelte Schneeflocken noch vom Himmel. Treffen sie auf den Boden verweilen sie einen Augenblick bevor sie sich verflüssigen.
Mates steigt soeben aus der Straßenbahn aus, atmet erfreut die winterliche Luft ein und erblickt wenige Augenblicke später den fast zur Gänze verlassenen Spielplatz.
Einzig das Ringelspiel ist in Bewegung. Eine Dame Mitte vierzig, ihre Einkäufe liegen in zwei Sackerln neben dem Ringelspiel am Boden, dreht sich im Kreis. Die Geschwindigkeit verrät, dass die Dame es vor kurzer Zeit mit aller Kraft in Bewegung gesetzt hat.
Nun sitzt sie, die Hände in ihren beigen Mantel gesteckt regungslos da und dreht sich im Kreis.
Ihre Miene ist völlig versteinert und sie scheint in Gedanken verloren zu sein. Das Ringelspiel dreht sich weiter und scheint sich in keinster Weise zu verlangsamen. Es ist erstklassig geölt und zeigt keine Ermüdungserscheinungen.
Mit jeder weiteren Umdrehung wirkt die Dame auf ihn trauriger. Die Leere in ihrem Gesichtsausdruck stimmt ihn nachdenklich und er wünscht ihr insgeheim, dass im nächsten Augenblick ihre Familie oder auch ein tollpatschiger Hund erscheint um die Szene zu verfröhlichen. Dem ist aber nicht so und die Dame dreht sich weiterhin einsam im Kreis. Nach vielen dutzend Runden mit ihrem versteinerten Passagier, scheint das Ringelspiel nun tatsächlich die Geschwindigkeit zu reduzieren. Dies macht den Anblick sogar noch ein Stück weit trister. Zuvor war zumindest noch Geschwindigkeit im Spiel und die Haare der sonst versteinerten Dame tanzten im Wind. Jetzt dreht auf dem weiterhin verlassenen Spielplatz die Dame regungslos ihre immer langsamer werdenden Runden.
Einige Minuten dauert die Szene bereits. Das Ringelspiel absolviert nun schleppend seine letzten Runden bevor es zum Stillstand kommt.
Bevor Mates einen weiteren, mit Traurigkeit und Einsamkeit verbundenen, Gedanken formulieren kann, passiert jedoch etwas Wunderbares.
In dem Augenblick als das Ringelspiel zum Stillstand kommt, erhellt sich das Gesicht der Dame und ein breites Lächeln ist zu sehen. Plötzlich ist sie nicht mehr Mitte vierzig, sondern höchstens Mitte dreißig wobei sie eigentlich wie ein sorgloses Kind wirkt, dass sich einfach des Lebens freut.
Sie ist wahrlich das blühende Leben und aus der Perspektive von Mates scheint auch die ganze Umgebung plötzlich aufzuhellen.
Die Dame steigt aus dem Ringelspiel aus, schnappt sich ihren Einkauf und spaziert zielstrebig los. Als sie gerade direkt an Mates vorbeigeht, hört er den Beginn ihres Telephonats in dem sie jemandem sagt, dass sie alles besorgt hat und in fünf Minuten eintrifft und sie gemeinsam kochen können.
Mates freut sich gewaltig, dass er die Situation völlig falsch interpretiert hat und erlaubt sich am Heimweg auch noch ein paar Runden auf dem Ringelspiel.

Türchen 12 (von Thomas)

T(w)ogetherness

Vielleicht ist es eine berufsbedingte Wahrnehmungsauffälligkeit oder einfach eine meiner Eigenheiten: Jedenfalls gefallen mir Zahlenfolgen, die in ausgeschriebener Form einen gewissen visuellen Reiz verspüren lassen. So hat mich das heutige Datum zu einer kleinen numerologischen Meditation inspiriert.

In der obigen Anordnung des heutigen Datums steht die Zahl 2 wie ein fester Stamm eines alten Baumes, der schon fast alle Äste verloren hat. Die 2 hält dennoch alles zusammen, sie verbindet verloren dastehende, einzelne 1en. In der momentanen Krisenzeit gibt es viele Dinge, die Menschen entzweien können. Bislang latent vorhandene, aber nie offen ausgetragene Konflikte werden entfacht und eskalieren. In einer Zeit solcher Anspannung finde ich es wichtig mehr auf Gemeinsames zu achten (in der Beziehung, in Freundschaften, beruflichen Zielen, …). Das ist oft schwierig, gibt aber langfristig mehr Halt und Sicherheit als die Durchsetzung des Egos.

Eine weitere Betrachtungsweise von “12. 12. 21” ist jene des Vorwärtskommens, verstanden hier als Weiterzählen. Zweimal geht es vorwärts (zweimal folgt auf eine 1 eine 2), es gibt allerdings auch eine Rückwärtsbewegung (auf eine 2 folgt eine 1). Das weckt das altbekannte Bild des “zwei Schritte Vorwärtsgehens, einen Zurückgehen” als Beispiel für ein nicht immer streng monotones, aber schlussendlich doch realisiertes Vorwärtskommen in der menschlichen Entwicklung.

Für die verbleibende zweite Hälfte der Adventzeit wünsche ich uns allen trotz Krise und Lockdown-Isolation, dass wir Formen des Gemeinsamen (wieder) finden und Gemeinschaft leben können.