Türchen 17 (von Dani)

Es war ein volles, reiches, wunderbares Jahr – ein Jahr voller Leben.
Vieles hat mich geprüft, inspiriert, mich wachsen lassen oder war einfach nur schön. Ein Bild hat mich besonders bewegt und – gemeinsam mit dem vor kurzem erlebten Winterspaziergang mit anschließendem Fest bei Freundinnen und Freunden im Garten – zu unten stehendem Gedicht veranlasst. Das Gedicht habe ich vor einigen Tagen geschrieben und das Bild im Juni dieses Jahres auf der Biennale in Venedig aufgenommen.
Beides möchte ich nun mit Euch teilen.

Das Bild stammt von der spanischen surrealistischen Malerin Remedios Varo und trägt den Titel „La Mujer libélula“ („Die Libellenfrau“).

Und drei Sängerinnen, deren Lieder mir immer ein Lächeln auf die Lippen zaubern oder mich vor Ergriffenheit zum Weinen bringen, sind Joni Mitchell, Roberta Flack und Roberta Mameli.

https://www.youtube.com/watch?v=Pbn6a0AFfnM
https://www.youtube.com/watch?v=VqW-eO3jTVU
https://www.youtube.com/watch?v=BNhfMVmRAhk&list=OLAK5uy_mv4YbKMlwkyUJe28idrJqO544XXB0g6gA

Auch diese wunderbaren musikalischen Momente möchte ich mit Euch teilen.

Ich wünsche Euch noch eine (be-)sinnliche und schöne Adventzeit.

Anders als das Bild, hat mein Gedicht noch keinen Titel. Es ließ sich einfach noch kein passender finden. Ich bin für alle Vorschläge offen und dankbar. 😊

„Wir bewegen uns fast lautlos
auf dem bläulich schimmernden Schnee.
Vor uns fällt die Sonne
durch das Fraktal der Bäume,
und unter uns liegt,
in hypnotischer Stille,
der gläserne See.

Wir steigen vorsichtig den Weg hinab
und in den Wald hinein.
Verträumt lassen wir unsere Blicke wandern,
vorbei an schwerem Geäst
und über stummes Gestein.

Alles funkelt still
und bedeckt sich mit Weiß.
Nur im See ruht sanft eine Libellenlarve,
erstarrt unter der schweren Decke aus Eis.

Mit großen Augen blickt sie mich an
und fast hindurch,
durch jede Faser meines fragilen Wesens.

Stumm der Wald, der Boden, der See,
doch von fern – hinter dem kleinen Hain –
vernehmen wir schon Stimmen und fröhliches Sein

Wir gehen beschwingt und immer beschwingter
über den bläulich schimmernden Schnee.
Vor uns endlich das lodernde Feuer
und hinter uns der winterliche See.
Orangeroter Duft dringt aus der Küche im Haus.
Und im Feuer springen die Funken.
Sie fliehen in die dunkle Nacht hinaus
und über uns schüttelt Frau Holle
mit Inbrunst all ihre Decken aus.

Es flockt und fisselt und stobt und schneit,
wie noch nie zuvor in diesem Jahr.
Schneekristalle tanzen fröhlich und zerfließen
gefangen auf Kleidung und Haar.

Kälte, Glitzern und wohliger Rauch,
komm, sagst du,
im Feuer tanzen wilde Gestalten,
komm,
und wir tanzen auch.

Komm, sag ich,
tausend Gedanken drehen sich im Raum,
andere wandern über schneebedeckte Felder,
das Leben fließt aus
und verliert sich im Traum.

Knirschen, Funkeln und orphischer Rauch.
Im Feuer tanzen opake Gestalten,
komm, sagst du,
ich schließe die Augen
und gelbrot schillert mein Hauch.

Reden und Tanzen und Schweigen und Sein.
Fragmente des Tages flimmern im Schein.
Wir drehen uns
und drehen uns
und träumen uns in die Nacht hinein.

Ganz leise vernehmen wir
einen unirdischen Klang
und zwischen all den glitzernden Flocken
ein Flattern und Schwingen,
ein Surren und Schwirren.
Und in all diesen schönen Wirren
begegnet uns
ein Wesen,
elbhaft und klein.

Das flackert und funkelt
und tanzt überm Schnee
Ein Elfchen?
Eine Illusion?
Zu viel Wein?
Oh, sag ich,
es ist die Libelle vom See.

Aus der Metamorphose erwacht –
die Flügel an den schlanken Leib geschmiegt –
blickt sie mich an
und fast hindurch,
durch jede Faser meines fragilen Wesens.

Komm, sagt sie,
und packt mich sanft mit zartem Bein.
Sie schwingt sich hoch
und über dem bläulich schimmernden Schnee
drehen wir uns mit gläsernen Flügeln weit in den Himmel hinein.“

Türchen 16 (von Daniel)

Gibst du alles?

Ich habe vor kurzem Film einen Film gesehen mit dem Titel ” A beautiful Mind”. In der Hauptrolle Russell Crowe der John Nash spielt, ein paranoid schizophrenes Genie der einen Durchbruch in der regulierenden Dynamyik erwirkte und somit Adam Smiths jahrhundertealte Theorie umstieß. Die einen oder anderen kennen es aus der Spieltheorie nämlich das “Nash Equilibrium”. Was ich mitgenommen habe sind zwar mehrere Punkte aber ein besonderer befindet sich gegen Ende des Films. Nash spricht mit einem seiner Konkurrenten aus der Studienzeit in Princeton und dieser antwortete ihm mit:

“Es gewinnt keiner, John”.

Ein einfacher aber äußerst tiefgründiger Satz! Und so ist es auch, keiner gewinnt, keiner verliert. Wir stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Wir bekommen, wie bei einem Pokerspiel, zufällig die Karten ausgeteilt und sollten dieses Blatt spielen, so gut wir eben können.

Ist man in der dritten Welt zur Welt gekommen, so kann es sein, dass man von 1 Eur am Tag leben muss, den ganzen Tag schwer arbeitet, um Nahrung kaufen zu können und monatelang sparen muss, um ein altes Fahrrad dem Nachbarn abzukaufen, wodurch man in die Stadt fahren kann, um einem besser bezahlten Job nachzugehen. Ein anderer wächst als Sohn eines Wohlhabenden in einer Weltmetropole auf und darf sich zum 18. Geburtstag entscheiden ob es ein nagelneuer SUV oder doch ein Sportwagen sein darf. Womöglich bekommt er beides.

Zu denken der Millionärssohn wäre glücklicher und zufriedener hat weit gefehlt. Es geht nämlich um die Variablen, die man selbst beeinflussen kann.

Nur ein paar Beipiele:

Wie gehe ich mit schwierigen Situationen um? Beschneide ich mich und meine Werte ständig? Steh ich zu meinem Wort?

Habe ich alles gegeben?

Tja, habe ich wirklich alles gegeben? Kann man das überhaupt sagen oder bestimmen?

Ich meine doch! Wenn man alle seine Möglichkeiten, Ressourcen und Kapazitäten ausschöpft und an die Grenzen geht, ohne seiner Gesundheit zu schaden, dann kann man ja auch nicht mehr machen. Und solange man diesen Punkt immer wieder erreicht, kann man mit Überzeugung behaupten:

JA, ich habe alles gegeben!

Das Ergebnis wird relativ gesehen zweitrangig, absolut aber zu einer eigenen Messlatte für den nächsten Versuch.

Mit diesen Worten wünsche ich allen frohe Weihnachten und ambitionierte Ziele fürs neue Jahr! Mögen Eure Träume und Wünsche in Erfüllung gehen.

Türchen 15 (von Whum!)

Das ist dein Zeichen, heute etwas für dich zu tun!

Im Weihnachtsstress kann es schnell passieren, dass man sich selbst vergisst: Sei es durch die Last Minute Geschenkesuche oder die letzten Arbeitsdeadlines des Jahres, all das kann dazu führen, dass man selbst zu kurz kommt. Daher ist dieser Blogbeitrag deine Aufforderung etwas für dich zu machen. Und das kann ganz unterschiedlich aussehen. Du kannst dir zB eine Pediküre gönnen oder dem großen Nordbahnhofzeh eine Pediküre geben. 

Du kannst deine Zeit für dich füllen wie du möchtest, nur vergiss nicht auf dich zu achten. Auch in den stressigen Zeiten.. oder vielleicht gerade dann 🙂 

#Selflove #Whum!

Türchen 14 (von Elena)

Was ist die Essenz meines letzten Jahres? Ich habe einen wichtigen
Schritt für mich gemacht und meine Ausbildung zur Mal- und
Gestaltungstherapeutin fortgesetzt. Das bedeutet nicht nur weiter zu
lernen, sondern auch die Bereitschaft genau auf mein Leben zu blicken.
Das machte Freude und Angst zugleich, denn immerhin ist nach dem ersten
Ausbildungsblock kein Lebensstein auf dem anderen geblieben. Arbeit,
Wohnort, Beziehung, das alles hat sich 2019 geändert. Dementsprechend
groß war auch der Respekt mich dieses Frühjahr wieder erneut in dieses
Abenteuer vorzuwagen.

Wie waren nun die letzten acht Monate? Es rüttelt ganz schön, es ist
intensiv, ein Auf- und Ab. In einem Raum in dem man Licht aufdreht wird
erst sichtbar was da so herumsteht. So ähnlich ist das bei dieser
Ausbildung. Doch es hat auch etwas magisches, lebensbejahendes und
wunderschönes an sich. Es lässt in mir die Liebe zu den Menschen, zum
Leben und zu mir reifen.

In diesem Jahr hab ich mich viel mit Grenzen/Übergriffigkeit, meinen
Beziehungswünschen, SanftMUT und den Symptomen von Perfektionismus
beschäftigt. Neben der Inneren Arbeit ,die ich leistete, habe ich meine
Anstellung in der Agentur auf hohem Niveau ausgeführt, meine
Selbstständigkeit weitergetragen, durfte ich die ersten Menschen als
Therapeutin begleiten, habe ich meine Partnerbeziehung, trotz
schmerzlicher 4 Monate Fernbeziehung, gepflegt und meine
Ursprungsfamilie, wie auch Freunde so gut als möglich getroffen und
unterstützt.
Ich bin stolz, dass ich das so gut geschafft habe. Das schreibe ich
hier, da ich es bisher kaum einmal gesagt und sicher noch nie
geschrieben habe, dass ich stolz auf mich bin. Stolz, dass ich es so gut
schaffe durch diese intensive Zeit zu surfen. Darüber hinaus bin ich
auch zutiefst dankbar, für die Unterstützung die ich dabei erfahre.
Durch Partner, Freunde und Familie, in Form von Worten, Lachen, Zuhören.
In Form von Verbindung. Denn so sehr ich auch oft als One-Women-Show
oder Powerfrau dastehe, bin ich doch nur so stark wie ich durch mein
Ressourcen sein kann und die sind und regenerieren sich zu einem
essentiellen Teil durch liebevolle Zuwendung und Austausch in Begegnung.
Dankbar bin ich auch für meinen Zugang zur Spiritualität, denn diese
trägt mich auch weiter, wo ich anders schon stolpern oder stehen würde.

Zum Abschluss ein Lied, dass mich dieses Jahr sehr berührt hat:
https://www.youtube.com/watch?v=v-QD7vaHQgY&ab_channel=DotaKehr

Ich wünsche euch allen einen schönen Jahresabschluss und Eintauchen in
ein neues Jahr.

Türchen 13 (von Richard)

Dieses gottverdammte Weihnachtstürchen. Alle Jahre wieder. Wird es ein Weihnachtstext? Was besinnliches, was lustiges, was trauriges? Ein Nachdenken über Weihnachten? Ein Jahresrückblick? Dieses gottverdammte Jahr. So ein Jahr, in dem Schritte in das Erwachsen-werden gemacht wurden. Wo sich größtes persönliches Glück mit größter allgemeiner Katastrophe verschneiden, wo sich Stress, Liebe, Trauer, Einsicht, Besorgnis, Glück, Lust, Jubel, Hetze und Zynismus abwechseln, als wären es Brüder. Mein Bruder ist heuer 50 geworden, was für ein Alter. Und was heißt das für mich? Das ist ja klar, ich kenne die Altersdifferenz zu meinem Bruder. The Future is unwritten, da hat der Joe Strummer schon recht, aber vier Jahre sind vier Jahre. Erwachsen werden. Das heißt auch: mit Widersprüchen leben lernen. Und das ist eine Zumutung, eine Anmaßung und bisweilen eine Selbstüberschätzung. Aber es hilft ja doch nichts, was hilft es denn schon, was kann man schon machen, nichts kann man machen.

Jedes Jahr dieselbe Reflexion – und gut ist das so. Gut ist es ein Ritual des Innehaltens zu haben, des Nachdenkens, des sich gegenseitig lesen, teilhaben zu lassen, Anteil zu nehmen, versuchen den anderen zu verstehen. Und wenig ist notwendiger als das heutzutage. Und jedes Jahr sich selbst zu fragen, was ist denn eigentlich passiert, wo bin ich denn, wofür mag ich denn dankbar sein, wofür kann ich dankbar sein? Oh, für vieles. Für die wunderbaren Momente in der Natur, für Freunde und Freundinnen, für Begegnungen, Erlebnisse. Dafür, dass ich mit lieben Menschen auf das Hochtor wandern durfte, oder auf den Watzmann. Dafür, dass ich mit einem wunderbaren Menschen zwei Meere, viele Länder und noch viel mehr Städte besuchen durfte. Dafür, dass mein Sohn nicht nur wohlgeraten ist, sondern sich auch seinen Weg sucht – und findet. Dafür, dass ich interessante, spannende, großartige Menschen kennenlernen durfte. Dafür, dass es den Leuten in meinem unmittelbaren Umfeld im Grunde gut geht. Dankbar für all die feinen, lustigen, lehrreichen und spannenden Bücher, die interessante Musik.

Das seltsame Türchen zwingt zum Nachdenken. Vielen Dank dafür!

Türchen 12 (von Brigitte)

Wenn ein Burnout ins Leben rutscht, damit es leichter werden kann!

Im Einklang meines Gezeiten-Lebens-Rhythmus kommt aus der Dunkelheit meines Inneren, die aus Prägung, Muster und Schatten überleben wollen, zugleich das vereinte Licht der Ewigkeit, der Diamant meines Wesens zum Vorschein, welches lebendig leben möchte.

Auf den hinterlassenen Spuren meiner Geschichte, jene die ich mitbekommen habe und jene die ich mir und anderen auch selbst immer wieder erzähle, entdeckte ich, dass meine hohen Anteile der Beschwichtigung, inneren Antreiber, Harmoniebedürfnis und bemühender Anpassung, immer und überall, mir zwar Frieden, Sicherheit und Bequemlichkeit gaben, die jedoch unbewusst, zugleich auch den eigenen Nährboden des gehassten Alltagstrotts, immer wieder selbst fütterten, vor dem ich eigentlich versuchte davon zu laufen bzw. durch Veränderungen im Außen neu zu gestalten.

Mit dieser Haltung und Annahme, wie das Leben gefälligst zu funktionieren haben soll, folgten unzählige Ausbruchsversuche in Form von Jobwechsel, Neubeginn von Beziehungen, was natürlich nur ein ständiges Gleiten vom Regen in die Traufe war. Ringend nach jedem Strohhalm der Liebe, Anerkennung und Wertschätzung, die ich in meinen Partnern und den Vorgesetzten stets unbewusst suchte, bin ich innerlich ausgebrannt und mein Körper fiel zu Boden – „es“ hat mich umgeworfen.

Mein System und meine Seele waren müde, traurig, verletzt, allein – permanent suchend, wollend, bemüht, tuend und doch aussichtslos überfordert. Dadurch war eine endlose Gedankenschleife hergestellt, welche meinen Organismus infizierte und meine biochemischen Prozesse schwächte. Bis zu dem Tag, wo mein geschwächter Körper sich endlich dessen Hingab und meine Seele im körperlichen Schmerz seine ganz eigene Sprache fand und einen eigenen Ausdruck durch Ohnmacht, Übelkeit, Herzrasen und Schwindel hinterließen. Weil mein Körper selbstverständlich nur noch funktionierte und mein Verstand effizient zu sein hatte. Hochleistungssport auf allen Ebenen und in allen Lebensrollen, die ich vermeintlich glaubte, erfüllen zu müssen. Doch für wen und wofür?

Erst seit dem Tag, wo ich mich bewusst dazu entschlossen habe, jeder Regung meiner Handlungen im Innen und Außen offen und ehrlich zu begegnen, lerne ich meine wahren Bedürfnisse kennen. Seitdem kann ich auch in jedem Menschen und jeder Situation, als ein wundervolles Geschenk an mein Leben betrachten. Ich habe erkannt, dass jede Klage, jede Beschwerde immer nur ein Wunsch meines eignen Unvermögens und Wollens ist (und zwar in erster Linie einmal an mich selbst!). Die Firma hat keine Menschlichkeit und Wertschätzung mehr! Sie sieht nicht mein Bemühen! Die haben mich alle im Stich gelassen! Ich war zwar fair, loyal und pflichtbewusst, doch ohne konkrete und liebevolle Verbindlichkeit oder Lob meiner eigenen Anerkennung für mich selbst! Es war ja immer alles selbstverständlich und nicht der Rede wert! Doch lebe und lege ich die entsprechende Menschlichkeit und Wertschätzung an den Tag, die ich mir von meiner Firma so sehr wünsche? Erst als ich begonnen habe, meinen eigenen Wert und Beitrag, den ich täglich leiste, wirklich zu empfinden und wahrzunehmen und nicht mehr für selbstverständlich zu halten, hat sich plötzlich im Außen alles zu verändern begonnen.

Weil ich mich in die Stille der Natur und Dunkelheit der Nacht begebe, kann ich sehen, erkennen, beobachten, fühlen, spüren und erleben, wie mein wacher Geist und mein Gedankengut mit meinem mutigen und liebenden Herzen, mein eigenes Drehbuch namens Leben grenzen- und bedingungslos wahrhaftig verändert.

Weil in meinem Herzen das Ur-Vertrauen an mich und die Menschheit existiert und die schöpferische Liebeskraft das Vermögen und Unvermögen hat, mich frei sein zu lassen oder zu fesseln.

Zur Weihnachtszeit in den Tagen der Besinnung, Ruhe und Langsamkeit hat mich die ungebändigte Freude und Lebendigkeit erreicht, allem und jedem die Zeit und einen Moment der Achtsamkeit zu schenken, woraus für mich die Kraft der Liebe entsteht, die Macht zur Selbstwirksamkeit aus deinem schöpferischen Geiste, dem bewegten Gedankengut und der Fähigkeit zur Erinnerung, Vergebung und Erneuerung, welche sich im Einklang mit deinen eigenen Gezeiten, die in Form von Flut und Ebbe sich und dich spiegeln und durch dein Leben offenbaren, rhythmisch zu entfalten.

Ich bedanke mich jeden Tag für alle meine Höhen und Tiefen, Verluste und Geschenke, die ich erleben kann, mag, darf, soll und will. Für jede Krankheit, die zu mir kam oder ich unwissend oder ungeahnt herbei rief. Für die Familie, alle Freunde, Bekannte, Verwandte, Gesprächspartner, Nachbarn, Kollegen und Gleichgesinnte, die mir zur Seite standen und stehen oder von denen ich mich auch abgewandt habe. Ich war und bin bereit in jeden Lebensbereich einzutauchen und dabei die Prüfungen, Lehrmeister, Dämonen und Engeln in all ihren Facetten zu begegnen die das Leben mir schickt. Dadurch konnte ich dich spüren, mich sehen und zu mir finden – Danke. Brigitte

Türchen 11 (von Ben)

Hello little boy. What can Santa get you for Christmas this year?  

For Christmas this year, I want sweets and toys,
I want a new bike like the other boys.
Oh please Santa, I’ve been oh so good,
if I don’t get my presents I’ll be in a terrible mood!

Hello young man. What can Santa get you for Christmas this year?

For Christmas this year, I want a Playstation 3,
it better be waiting at the foot of the tree.
I want FIFA, Call of Duty, every new game.
Get them Santa, or Christmas is lame!

What would you like for Christmas from your parents this year?

For Christmas this year, I really need money,
I don’t need anything exciting or funny.
Student life is fine, I don’t mean to moan
but without cash I’ll be stuck in, home alone..

What’s the plan for Christmas this year?

For Christmas this year, let’s all be together,
whether it rains or snows, regardless of weather.
Ahead of us lie the long winter nights,
but lets forget this Christmas with festivities and lights.

So let’s heat up the mulled wine and decorate the tree,
these moments define the season to me.
What Santa brings can’t ruin the occasion,
being with family and friends is the real combination!

Türchen 10 (von Jörg)

Nur ein Tag

Wie hab ich dich lieb
Wenn am Morgen
Nach gemeinsamer Nacht
Dein Gesicht für mich lacht

Wie hab ich dich lieb
Wenn vom Vormittag 
Bis zur Mittagsstund
Mich nur küsst dein Mund

Wie hab ich dich lieb
Wenn vom Nachmittag
Bis zur Abendzeit
Dein ganzes Dasein mich freut

Wie hab ich dich lieb
Wenn von Mitternacht
Bis an den Morgen
Ich so schlaf ohne Sorgen

Wie hab ich dich lieb
Wenn am Anfang des Tags
Die Sonn’ neu aufgeht
Und es gut um uns steht

Wie hab ich dich lieb
Wenn alles voll Glück ist
Das du mir gibst
Weil du mich widerliebst

🌷

Türchen 9 (von Jasmin)

Selbstachtsamkeit & Selbstfindung

Meine Vorsätze für 2022 waren die Themen Selbstachtsamkeit und Selbstfindung, denn in den letzten zwei Jahren hat sich der Alltag auf das „Working-Mom-Life“ beschränkt. Für mich bedeutet dies ein bewusster Prozess, indem ich mir Gedanken darüber mache, was für mich im Leben wirklich zählt. Welche Werte, welche Glaubenssätze und welche Dinge sind mir wichtig.

Gestartet habe ich als erstes mit dem 16:8-Intervallfasten und Sporteinheiten wie dem Laufen oder einem kurzen Workout, um mich erst einmal wohler zu fühlen. Innerhalb weniger Wochen hat diese tägliche Routine mich komplett verändert. Nicht nur äußerlich, da ich mehr als 10 kg abgenommen und auch einiges an Körperumfang verloren habe. Sondern insbesondere innerlich, ich fühle mich seither jünger, frischer, fitter, ausgeglichener und kann besser schlafen. Und trotz stressiger Tage versuche ich mir die Zeit für mich zu nehmen. Auch wenn es nur morgens eine halbe Stunde in der Natur ist.

Aus Gesprächen mit anderen in meinem Umfeld bekomme ich vermehrt das Gefühl, dass immer mehr Personen sich mit dem Thema Selbstfindung beschäftigen. Doch woher kommt der Sinneswandel, der Wunsch zur Veränderung oder zum neuen ICH? Haben die letzten zwei Jahre der Pandemie uns zum Nachdenken bewegt? Hat ein einschneidendes Erlebnis uns geprägt? Oder haben wir jetzt in der Mitte des Lebens den Mut unsere zweite Halbzeit anders zu gestalten?

Allen, denen es ähnlich geht, möchte ich sagen, verändert eure Lebensweise nur, wenn ihr es auch selbst wollt und nicht, weil es euch andere sagen. Es ist euer Körper und ihr dürft hierüber selbst entscheiden. Das Umfeld um euch soll euch so lieben, wir ihr seid. Ob dick, dünn, groß, klein, hell, dunkel. Jede Person ist einzigartig und hat es verdient, geliebt zu werden.

“Du hast das Recht, genau die Person zu sein, die du wirklich sein willst.” – Michelle Obama –

Wo mich letztendlich meine Reise hinführt, weiß ich noch nicht. Aber ich spüre, dass ich noch nicht an meinem Ziel bin. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht. Vielleicht kann ich im nächsten Türchen 2023 mehr berichten.

Nun wünsche ich euch besinnliche Feiertage und ein gesundes neues Jahr 2023.

Türchen 8 (von Thomas)

Der 8. Dezember fällt heuer, so wie schon während der letzten zwei Jahre, auf einen Wochentag. Das ist für mich eine willkommene Gelegenheit mitten im vorweihnachtlichen Trubel einmal durchatmen zu können. Der 8. Dezember durchbricht so den oft schon verplanten Wochenrhythmus, an dem auch das Wochenende für viele Tätigkeiten, wie Hausarbeiten, verwendet wird.

Traditionell ist der 8. Dezember bekanntlich ein Marienfeiertag. Für viele ist es wohl auch üblich, den Tag für Weihnachtseinkäufe zu nutzen. Für mich ist es ein Tag, den ich mir als vorweihnachtliches Geschenk gönne, der ein bisschen aus der wöchentlichen Routine fallen soll. Eine gute Gelegenheit für einen Ausflug an einen, noch unbekannten, Ort oder eine andere (neue) Erfahrung. Eine solche kann auch einfach darin bestehen, den Sternenhimmel zu betrachten. Früh genug dunkel wird es schließlich in dieser Jahreszeit und die Wolken verziehen sich auch immer wieder. Einen Platz ohne übermäßige Beleuchtung zu finden, ist im Advent wohl die schwierigste Aufgabe, zumindest in Wien. Jene, die es schaffen einen ungetrübten Blick auf den Nachthimmel zu ergattern, könnte auffallen, dass am 8. Dezember heuer der momentan (bei entsprechender Wetterlage) gut sichtbare Mars sehr nahe beim vollen Mond zu finden ist. Heute vor Sonnenaufgang hat sich der Mars sogar kurz hinter dem Mond versteckt (von der Erde aus gesehen).

Das kurze Verschwinden des Kriegsgotts wird vermutlich all den momentan tobenden Kriegen, leider auch wieder in Europa, kaum Einhalt gebieten. Es kann uns aber vielleicht ein Symbol dafür sein, dass es auch ohne Krieg, ohne gewaltsame Konflikte gehen kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne, friedliche Vorweihnachtszeit und einen erholsamen Feiertag!